Zurück
Es war ein blutleerer Auftritt, den Schalke 04 bei Dynamo Dresden am Mittwochabend hinlegte. Mit 0:2 schieden die Königsblauen völlig verdient in der zweiten Pokalrunde aus und offenbarten dabei erneut eklatante Offensivschwächen.
In den letzten fünf Spielen gelang Schalke nur ein einziger Treffer, mit vier Toren stellen die Knappen die mit Abstand harmloseste Offensive der Bundesliga. Dass es auch gegen den 15. der 2. Bundesliga kaum zu gefährlichen Torchancen reichte, ist da alarmierend.
"Wir bewahren einen klaren und kühlen Kopf. (...) Wir haben an uns geglaubt, waren geschlossen und uns ist klar, dass harte Wochen vor uns stehen. Ich bin darauf vorbereitet, wir sind darauf vorbereitet."
Miron Muslic (Bild)
Die Krise auf Schalke lässt sich spätestens jetzt nicht mehr weg diskutieren. Es ist das erste Mal in der Ära Miron Muslic, dass es für die Königsblauen nicht bergauf geht.
Gegenüber der Bild blieb der Cheftrainer jedoch ruhig: "Wir bewahren einen klaren und kühlen Kopf. Ich weiß, wie Schalke sein kann und wie Schalke tickt. Ich weiß aber auch, was wir in den letzten 16 Monaten geschafft haben. Wir haben an uns geglaubt, waren geschlossen und uns ist klar, dass harte Wochen vor uns stehen. Ich bin darauf vorbereitet, wir sind darauf vorbereitet."
"Es war klar, dass schwere Phasen kommen würden. Darauf sind wir vorbereitet. Krise – das ist so ein Klischeewort. Was ist eine Krise?"
Youri Mulder (Bild)
Kapitän Kenan Karaman wurde sogar noch deutlicher. "Krise würde ich nicht sagen, weil wir noch ganz am Anfang sind. Aber natürlich gibt es Punkte, in denen wir deutlich besser werden müssen", erklärte der 32-Jährige gegenüber der Bild.
In der aktuellen Situation nicht von Krise sprechen zu wollen, ist gefährlich – vor allem, weil das auch Sportdirektor Youri Mulder so sieht. "Es war klar, dass schwere Phasen kommen würden. Darauf sind wir vorbereitet. Krise – das ist so ein Klischeewort. Was ist eine Krise?", fragte der 57-Jährige.
Auf Schalke müssen die wichtigen Personen endlich dem ins Auge blicken, was aktuell der Status quo ist – und dieser ist nun mal Krise, so schwer das für einige Verantwortliche und Spieler vielleicht auch klingen mag.