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Marc Cucurella wird bei Real Madrids Sieg im Bernabéu ausgepfiffen. Die deutschen Fans haben eine Szene aus dem EM-Viertelfinale 2024 offenbar nicht vergessen.
Marc Cucurella ist beim 4:1-Sieg von Real Madrid in der Champions League gegen RB Leipzig im Santiago Bernabéu lautstark ausgepfiffen worden. Der spanische Linksverteidiger kam in der 70. Minute für Álvaro Carreras auf den Platz. Anschließend waren bei nahezu jedem Ballkontakt Pfiffe aus verschiedenen Bereichen des Stadions zu hören.
Die Reaktionen des Publikums sorgten in Spanien für Verwunderung. Die Marca schrieb von „seltsamen Buhrufen gegen Curucella im gesamten Bernabéu“. Die Sportzeitung klärte auf, dass die Pfiffe nicht von Real-Fans, sondern von mitgereisten Anhängern aus Deutschland stammten.
Demnach sollen sich die deutschen Fans über das gesamte Stadion verteilt haben. Laut dem Bericht hatte der Sicherheitsplan Reals rund 2.000 Auswärtsfans im obersten Rang hinter dem Nordtor vorgesehen. Durch Weiterverkäufe und andere Ticketwege sollen jedoch zahlreiche weitere Zuschauer aus Deutschland Plätze inmitten der Heimfans erhalten haben. Deshalb hätten es aus mehreren Stadionbereichen Pfiffe gegen Cucurella gegeben.
Die Pfiffe der deutschen Anhänger gehen auf eine Szene aus dem EM-Viertelfinale 2024 zwischen Deutschland und Spanien zurück. In der Verlängerung traf ein Schuss von Jamal Musiala Cucurella am Arm, doch Schiedsrichter und VAR entschieden nicht auf Strafstoß. Spanien setzte sich später mit 2:1 nach Verlängerung durch und zog ins Halbfinale ein.
Eine später bekannt gewordene Bewertung des UEFA-Schiedsrichterausschusses stufte die Aktion als strafstoßwürdig ein. Der Ärger über die nicht geahndete Szene ist bei einigen deutschen Fans bis heute präsent. So wurde Cucurella unter anderem bereits im vergangenen Jahr im Nations-League-Halbfinale in Stuttgart ausgepfiffen.
Am Mittwochabend versuchte das Heimpublikum im Bernabéu, die Pfiffe gegen Cucurella mit Beifall bei dessen Ballkontakten zu übertönen.