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Werder Bremen hat das Bundesliga-Topspiel beim VfB Stuttgart trotz guter Leistung mit 0:1 (0:1) verloren. Die Spieler in der Einzelkritik mit Noten.
Karl Hein: Konnte kein zweites Zu-null-Spiel in der Bundesliga folgen lassen, da ihn die Vorderleute bei Mittelstädts Führungstreffer allein ließen. Gegen dessen starken Abschluss hatte der Este keine Chance. Dafür dann beim platzierten Abschluss von El Khannouss zur Stelle (28.). Agierte aufmerksam bei Regeers zu kurzem Rückpass und bügelte das Zuspiel in letzter Sekunde vor Undav aus (48.). Sorgte mit einer Glanztat dafür, dass Mittelstädt keinen Doppelpack schnürte (57.). Note: 2,5
Arthur: Musste vor Mittelstädts Treffer einrücken und ließ somit den Torschützen in seinem Rücken allein. War auch darüber hinaus defensiv viel gebunden, sodass er sich lange Zeit mit offensiven Aktionen sehr zurückhielt. Von Mittelstädt zudem meistens kaltgestellt. Wurde mit laufender Spieldauer deutlich agiler, konnte dieses Mal aber weniger direkte Duelle gewinnen als in den vergangenen Wochen. Note: 3,5
Amos Pieper: Hatte in einigen Momenten so seine Probleme mit dem schnellen und wendigen Führich. Warf sich aber gewohnt leidenschaftlich in sämtliche Zweikämpfe und sorgte im Verbund mit der Defensive dafür, dass Werder insgesamt nur wenige Torchancen zuließ. Note: 3
Marco Friedl: Der Kapitän kümmerte sich vorzugsweise um Deniz Undav und ließ diesen nur selten zur Geltung kommen. Präsentierte sich gewohnt zweikampfstark und mit gutem Stellungsspiel. Die Niederlage konnte aber auch er nicht verhindern. Note: 2,5
Olivier Deman: Bekam viel zu tun gegen den umtriebigen Leweling. War dort zunächst häufig nur zweiter Sieger. Sah kurz vor der Pause nach einem Foul an seinem Kontrahenten die Gelbe Karte (45.). Hatte seine Seite nach dem Seitenwechsel besser im Griff, blieb offensiv mit seinen Hereingaben jedoch viel zu harmlos. Note: 4
Senne Lynen (bis 67.): Der Belgier rückte für den angeschlagenen Chuki in die Anfangsformation und kam damit zu seinem erst dritten Saisoneinsatz. Hatte den Auftrag, El Khannouss zu bewachen. Wirkte noch nicht in allen Zweikämpfen auf der Höhe und hatte dazu viele Fehlpässe in seinem Spiel. Steigerte sich zwar sichtlich im Laufe der Partie, aber der fehlende Spielrhythmus war ihm anzumerken. Note: 4
Youri Regeer: Durch Lynens Startelf-Rückkehr auf der Achterposition unterwegs. Bügelte seinen haarsträubenden Fehlpass gegen Führich selbst wieder aus (23.). Gefiel im ersten Abschnitt noch am ehesten im Werder-Mittelfeld, tauchte sogar ein paar Mal im gegnerischen Strafraum in Abschlussposition auf, ohne dabei aber das Spiel entscheidend an sich reißen zu können. Hatte dann den Ausgleich gegen Seimen auf dem Fuß, scheiterte aber bei der XXL-Chance am VfB-Keeper (51.). Note: 3
Ludovit Reis: Nahm vor dem ersten Gegentor den Laufweg von Prömel nicht vernünftig auf und konnte somit dessen Hereingabe nicht mehr verhindern. Auch im Anschluss nur bedingt auf der Höhe, spitzelte den Ball vor El Khannouss‘ Chance (28.) ungeschickt in dessen Füße. Arbeitete sich danach besser ins Spiel und glänzte wieder mehr als Balldieb. Seinen sehenswerten Abschluss aus der Drehung konnte Seimen parieren (76.). Note: 3,5
Marco Grüll (bis 67.): Hatte Werders ersten Abschluss der Partie (12.), als er das Abspiel an die besser postierten Mitspieler verpasste. Ansonsten vor der Pause kaum mit durchschlagenden Aktionen. Nach der Halbzeit deutlich aktiver, setzte den Ball aber gleich mehrfach aus der Distanz neben das Tor. Musste nach einer unglücklichen Bewegung angeschlagen den Platz verlassen (67.). Note: 3,5
Eren Dinkci (bis 86.): Kehrte für den verletzten Mitchell Weiser in die Startelf zurück. Beim gebürtigen Bremer bleibt es dabei, dass er speziell in der Fremde zwar stets bemüht, aber eben viel zu selten in entscheidende Abschlussaktionen verwickelt ist. Ausnahme war sein Versuch in der 50. Minute, der von der Strafraumkante jedoch zu unplatziert geriet. Da er nach der Pause nicht aufsteckte und präsenter wurde, reicht es noch für die… Note: 3,5
Niclas Füllkrug: Zwei Tage nach seiner DFB-Nominierung wurde der Mittelstürmer in vielen direkten Zweikämpfen von Chabot ordentlich bearbeitet. Rieb sich dort emsig auf und sah früh in einem der Duelle die Gelbe Karte (24.). Blieb allgemein für seine Verhältnisse vor der Pause trotz vieler weiter Wege und 34 Ballkontakten wenig durchschlagskräftig. Verändertes Bild in Durchgang zwei, als er zunächst per Traumpass Regeer in Szene setzte (51.) und danach in viele gefährliche Aktionen eingebunden war. Sein zehnter Saisontreffer gelang ihm aber nicht mehr. Note: 3
Justin Njinmah (ab 67.): Der Flügelspieler feierte sein Comeback nach über zweimonatiger Verletzungspause und sorgte mit seinem Tempo direkt für frischen Schwung. Den notwendigen Ausgleich konnte aber auch er nicht mehr initiieren. Note: -
Chuki (ab 67.): Blieb aufgrund einer Mandelentzündung unter der Woche zunächst auf der Bank, ersetzte dann den angeschlagenen Grüll. Hatte gleich viele Ballaktionen. Der entscheidende Pass gelang ihm aber nicht mehr. Note: -
Cedric Itten (ab 86.): Ersetzte in der Schlussphase Dinkci und sollte nochmal für körperliche Präsenz bei hohen Bällen im Strafraum sorgen. Note: -
Weiter mit der Aufstellung:
Welche Startelf schickt Trainer Daniel Thioune gegen den VfB Stuttgart auf den Rasen? So sieht die Aufstellung des SV Werder Bremen aus!
Bremen – Update vom 7. November 2026, 17.25 Uhr: Und da ist sie, die Aufstellung des SV Werder Bremen - Trainer Daniel Thioune nimmt im Vergleich zur Vorwoche zwei Änderungen vor. Die komplette Werder-Startelf gegen den VfB Stuttgart lest Ihr hier!
Wenn er nicht muss, ändert er an seiner Startelf am liebsten nichts – das ist eine Erkenntnis der noch relativ jungen Saison, wenn es um Daniel Thioune und den SV Werder Bremen geht. Dass der Cheftrainer überwiegend demselben Personal vertraut, hat freilich gute Gründe: Werder liefert ab, weil jeder Spieler seine Rolle kennt und lebt. Ob nun von Beginn an oder später als Impulsgeber von der Bank. Vor dem anstehenden Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart (Samstag, 18.30 Uhr/DeichStube-Liveticker), sind deshalb (einmal mehr) nicht viele Umstellungen zu erwarten – eine allerdings zwangsläufig.
Weil Mitchell Weiser mit einer Muskelverletzung im Oberschenkel laut Werder „bis auf Weiteres“ ausfällt, muss Ersatz für die rechte Außenbahn her. Eren Dinkci dürfte hier die besten Karten haben, in der Startelf des SV Werder Bremen zu stehen – nicht zuletzt dank seines Treffers zum 2:0-Endstand gegen Hoffenheim. Und ansonsten? Stehen alle Etablierten zur Verfügung. Heißt: Beim VfB Stuttgart wird Karl Hein das Tor hüten, hinter der Viererkette aus Arthur, Amos Pieper, Marco Friedl und Olivier Deman. Eine Alternative in der Bremer Aufstellung zu Deman könnte Youngster Mick Schmetgens sein, der zuletzt bewiesen hatte, dass er auch links funktioniert.
Für die Struktur im Spiel sind derweil Ludovit Reis und Youri Regeer in der Zentrale zuständig, für kreative Momente Chuki hinter der Angriffsreihe des SV Werder Bremen. An Stoßstürmer und Wieder-Nationalspieler Niclas Füllkrug führt bei der Startelf gegen den VfB Stuttgart ohnehin kein Weg vorbei, gemeinsam mit Dinkci macht Marco Grüll die Flügelzange komplett. (dco)