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Planänderung
Lukas Bolzli wollte von Auw nach Barcelona rennen. Gesundheitliche Probleme zwangen den 26-Jährigen jedoch, seine Challenge komplett umzuplanen. Nach 1100 Kilometern erreichte er schliesslich Paris mit dem Rennvelo – doch auch dort wartete die nächste Enttäuschung.
Acht Tage, rund 1100 Kilometer und ein Ziel, das ursprünglich ganz anders hiess: Der Freiämter Lukas Bolzli ist am Montag in Paris angekommen. Eigentlich wollte er von Auw rund 1222 Kilometer bis nach Barcelona laufen. Doch starke Bauchschmerzen machten ihm einen Strich durch die Rechnung, wie Tele M1 berichtet.
Die Probleme hatten bereits rund eineinhalb Wochen vor dem Start begonnen. «Ich bekam Probleme im Bauchbereich, sehr starke Schmerzen», erzählt Bolzli gegenüber Tele M1. Kurz vor dem Start liess er sich deshalb untersuchen. Dabei habe sich herausgestellt, dass er Probleme mit der Leber habe.
Trotzdem nahm der 26-Jährige seine Challenge in Angriff. Bereits nach zwei Tagen landete er im Spital. Dort folgte die klare Ansage: Weiterlaufen durfte Bolzli auf keinen Fall.
Aufgeben wollte der ehemalige Fussballtorhüter trotzdem nicht. Kurzerhand änderte er seine Pläne: Statt zu Fuss nach Barcelona ging es mit dem Rennvelo Richtung Paris. Rund 200 Kilometer legte er täglich zurück.
Ganz verschwunden sind seine gesundheitlichen Probleme allerdings nicht. «Ich fühle mich okay, ich habe immer noch relativ starke Bauchschmerzen», sagt Bolzli. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz wolle er deshalb erneut einen Arzt aufsuchen.
Dass seine ursprüngliche Challenge gescheitert ist, beschäftigt ihn dennoch. «Mental ist es befriedigend, weil ich trotzdem etwas machen konnte. Aber auf der anderen Seite ist es nicht das Ziel, das ich machen wollte.»
In Paris sollte am Montagabend zumindest noch ein Highlight folgen: Bolzli wollte das Champions-League-Spiel zwischen Paris Saint-Germain und seinem Lieblingsverein FC Barcelona besuchen. Doch auch daraus wurde nichts.
Bolzli sass nach eigenen Angaben nicht im Barcelona-Fansektor, sondern in einem neutralen Bereich in der Nähe der PSG-Fans. Weil er ein Barcelona-Shirt trug, wurde er bei der Kontrolle aus dem Stadion geschickt. «Ich habe nichts vom Spiel mitbekommen, das ist sehr schade», sagt er.
Nach acht intensiven Tagen, gesundheitlichen Problemen und dem verpassten Fussballspiel geht es für Bolzli nun zurück in die Schweiz – dieses Mal gemütlich mit dem Auto. Zunächst stehen Arzttermine und eine Pause an.
Lange dürfte diese allerdings nicht dauern. «Ich habe ganz viele Ideen im Kopf», sagt Bolzli. Das nächste sportliche Ziel steht bereits fest: Im Frühling will er einen Ultramarathon in Zürich laufen. (sih)
Video: Tele M1