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Michael Olise gehört bei Bayern München aktuell noch zu den eher durchschnittlich bezahlten Stars. Diesen Umstand sollte der Rekordmeister schnell ändern.
Michael Olise war beim 6:1 des FC Bayern München am Samstag gegen RB Leipzig der Bundesliga wieder in absoluter Top-Form und reagierte auf die bestmögliche Art auf seinen “überblöden” Fehler im Spiel bei Viking Stavanger in der Champions League, als er sich provozieren ließ, vom Platz gestellt wurde und die Bayern in der Folge in Unterzahl den Sieg in Norwegen noch aus der Hand gaben.
“Ja, er hat in Stavanger einen Fehler gemacht. Aber habt ihr das am Samstag im Stadion gesehen? Da wurde er in der ersten Halbzeit drei-, viermal hart rangenommen und er nicht mal abgewunken. Lerneffekt erfüllt, würde ich sagen”, urteilte der deutsche Rekordnationalspieler Lothar Matthäus bei einer Veranstaltung seines Sponsors Interwetten.
Matthäus nahm anschließend nicht nur Olise sogar in Schutz, sondern sogar dessen Gegenspieler, die sich gegen ihn nur mit Fouls und Provokationen zu helfen wissen: “Ein Diego Maradona war auch nicht mit fairen Mitteln zu stoppen”, sagte Matthäus, der während seiner Zeit als Profi zu den wenigen Spielern gehörte, der Maradona auf dem Platz sogar einige Male ganz gut im Griff hatte.
Zeitweise galten Matthäus und Maradona als beste Spieler der Serie A, die sportliche Rivalität verwandelte sich bei den beiden zu einer Freundschaft. Nun vergleicht Matthäus Bayerns Olise sogar mit einem der besten Spieler der Fußballgeschichte!
Auch darum rät Matthäus den Bayern, den Vertrag mit Olise am liebsten "sofort" zu deutlich verbesserten Konditionen zu verlängern. Mit einem Gehalt von angeblich rund 13,5 MIllionen Euro pro Jahr gehört Olise bei den Bayern aktuell noch zu den eher durchschnittlich verdienenden Spielern.
Dies ist natürlich dem extrem teuren Kader der Bayern geschuldet, aber auch der Tatsache, dass Olise, als er 2024 für 53 Millionen Euro Ablöse von Crystal Palace zum FCB wechselte, noch in die Kategorie vielversprechendes Talent fiel. Nun hat er sich zum Weltklassespieler entwickelt, dem Matthäus sogar schon in diesem Jahr Chancen auf den Gewinn des Ballon d’Ors einräumt.
Olise habe in den vergangenen Jahren seinen Marktwert um “das Dreieinhalb- oder Vierfache" gesteigert, so Matthäus. Folglich: „Wenn man sein Gehalt dem Marktwert anpassen würde, müsste er jetzt 45, 46, 47 Millionen verdienen!”. Sagte es und räumte schmunzelnd ein: “Uli Hoeneß wird jetzt sicher sagen, dass ich mich mit Zahlen nicht auskenne. Und nein, die Bayern müssen keine 45 Millionen zahlen, aber ich würde seinen Vertrag sofort um zwei, drei Jahre verlängern und ihm ein paar Millionen draufgeben.”
Und weil Matthäus schon am Rechnen war, lieferte er gleich noch hinterher, wie die Münchner um Sportvorstand Max Eberl, der die Kaderkosten ja eigentlich reduzieren soll, sich die Gehaltssteigerung des Ausnahmekönners leisten könnten: “Manuel Neuer ist im nächsten Jahr ja wohl weg, dann spart Bayern 20 Millionen Gehalt, dann kannst du die Hälfte davon Olise geben und sparst sogar noch zehn Millionen Euro”, sagte Matthäus.
Und noch einen weiteren Vorteil hätte eine baldige Verlängerung mit Olise. “Auch wenn er dann den Vertrag nicht einhält, dann hat Bayern zumindest eine hohe Ablösesumme. Weil umso länger der Vertrag läuft, desto mehr Ablöse kann ich mitnehmen. Deswegen verlängern, zehn Millionen drauflegen, kein schlechtes Geschäft für Bayern und Olise ist glücklich”, sagte Matthäus, der natürlich genau weiß, dass die Chefetage der Münchner da auch schon von alleine draufgekommen ist.
Tatsächlich wollten die Bayern Ulisses Vertrag schon vor der WM verlängern. Zuletzt sollen sie ihre Bemühungen wieder intensiviert haben und sollen bereit sein, rund 25 Millionen Euro Gehalt plus Boni zu zahlen. Bisher aber sieht der Franzose keinen Grund, in Vertragsgespräche einzusteigen. Sein aktueller Kontrakt läuft noch bis 2029, Real Madrid und Paris Saint-Germain sind an ihm interessiert.