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George Russell kann nicht mehr. Er hatte einige Male in dieser turbulenten GP-Saison 2026 grausames Pech, darüber hinaus hat er mit Kimi Antonelli einen Mercedes-Stallgefährten, der – sorry, George – einfach der bessere Rennfahrer gewesen ist und der, noch schlimmer, mit jedem Grand Prix besser wird.
Russell gibt zu: «Ich bin erschöpft, ich musste mich das ganze Jahr immer wieder aufrappeln, und wurde dann doch wieder nach unten getreten.»
«Es gehört zu unserer Branche, dass du Rückschläge einstecken musst, dann reisst du dich zusammen und machst weiter, einmal, zwei Mal, aber wenn so etwas fast an jedem Wochenende passiert, dann ist das sehr schwer zu ertragen.»
Russell erklärt auch, wieso er Mexiko Hals über Kopf verlassen hat und sich nach einem weiteren enttäuschenden Rennen nicht mal vor die Medienvertreter stellte: «Mir war zwar klar, dass meine WM-Chance ohnehin bei etwas über null lag zu diesem Zeitpunkt, aber erneut sind die Dinge nicht für mich gelaufen. Ich war sehr wütend, ein weiteres gutes Ergebnis verloren zu haben, und ich wollte nur noch weg.»
«Ich verhalte mich meist hoch professionell und fahre selten aus der Haut. Ich weiss, dass es gewiss nicht ideal ist, die Medienrunden zu schwänzen, aber in diesem Moment konnte ich einfach nicht mehr.»
«Ich glaube nicht, dass ich in meiner Rennkarriere je ein Jahr erlebt habe mit solchen Rückschlägen, immer und immer wieder. Ich habe mich mit meinem Renningenieur zusammengesetzt, und wir haben ausgerechnet – wir hatten 14 Rennen mit dem einen oder anderen Problem, nur sechs Läufe, die reibungslos verliefen.»
«In den vergangenen Jahren lag der Schnitt von Rennen, in welchen es unerwartete Probleme gab, bei zwei bis vier.»
«Jedes Mal musste ich mich wieder aufrappeln, und in Mexiko konnte ich einfach nicht mehr. Ich dachte: ‘Ich muss hier einfach weg, ich will ein schönes, ruhiges Abendessen und nicht mehr über diese Mist-Saison nachdenken.»
«Vielleicht war ich in Mexiko auch deshalb so enttäuscht: Nach all den Schwierigkeiten wollte ich mich im letzten Teil der Saison darauf konzentrieren, bessere Rennen zu zeigen und zu gewinnen. Und in Mexiko war ich drauf und dran, Selbstvertrauen und Schwung zurück zu gewinnen. Ich kam der Pole hinter Lewis ganz, ganz nahe, und dann kam dieser Hickser in der Software nach dem Start, was mich alles gekostet hat.»
«Diese Saison steht für mich unter dem Titel: Es hat nicht sollen sein. Ich selber war nicht gut genug, vor allem aber hatte ich rabenschwarzes Pech. Und ich muss mich schon fragen – wie oft kann man eigentlich Pech haben? Es ist einfach zu viel passiert.»
«Aber ich bin auch nicht naiv. Ich kann nicht alles auf Pech schieben, so ehrlich muss man sein. Ich muss selbstkritisch in den Spiegel blicken und mir darüber klar werden, was ich besser machen kann. Ich muss mich fragen, ob ich bei meiner Vorbereitung etwas ausser Acht gelassen habe. Ich kann das zwar nicht glauben, aber ich werde mir alle Aspekte anschauen.»