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Der Abpfiff schien auf ihn wie eine Erlösung zu wirken. In den letzten Minuten des Spiels hatte sich Ramy Bensebaini mehr über das Feld geschleppt, als dass der BVB-Verteidiger wirklich gelaufen war. Nun konnte er mit seinen Mitspielern den knappen 1:0 (0:0)-Sieg im Topspiel gegen Eintracht Frankfurt bejubeln. Doch mit der Hand fasste sich der Dortmunder immer wieder an den linken Oberschenkel. In der dritten Minute der Nachspielzeit war der 1,87 Meter große Abwehrspieler nach einem langen Ball der Eintracht zum Kopfballduell abgesprungen – und bekam das Knie vom Frankfurter Robin Koch ab.
Nach dem Schlusspfiff eilte das medizinische Personal der Schwarz-Gelben herbei, ein dicker Verband inklusive Kühlpack wurde um Bensebainis Oberschenkel gebunden. Trainer Niko Kovac gab im Sky-Interview aber schon Entwarnung. „Das war ein Pferdekuss.“ Für das Pokalspiel am kommenden Dienstag gegen Werder Bremen (20.45 Uhr/ZDF) sei der Algerier sowieso gelbgesperrt. „Da kann er sich dann auskurieren“, so der BVB-Coach. Zum Topspiel gegen Rekordmeister Bayern München am Samstag (18.30 Uhr/Sky) rechnet Kovac hingegen wieder mit seinem Abwehrspezialisten.
Es war nicht die erste Aktion, die Bensebaini beim Heimspiel gegen die Frankfurter einstecken musste. Schon in der 19. Minute ging der BVB-Verteidiger zu Boden. Im Sechzehner der Eintracht war Jonathan Burkardt dem Dortmunder in die Ferse getreten. Während der 31-Jährige am Boden liegen blieb und lautstark einen Strafstoß forderte, entschied Schiedsrichter Sven Jablonski das Spiel weiterlaufen zu lassen.
Die Fernsehbilder zeigten zwar einen Kontakt an der Achillessehne des BVB-Verteidigers, doch auch eine Rücksprache mit VAR Sören Storks änderte nichts an der Entscheidung des Unparteiischen. Sky-Experte Lothar Matthäus hingegen war anderer Meinung: „Ich glaube, von zehn Fällen wird hier achtmal auf Elfmeter entschieden, wenn der VAR sich einschaltet und die Bilder dem Schiedsrichter gezeigt werden. Es war ein klares Treten in die Achillessehne ohne Ball. Ich hätte es nach diesen Bildern als Schiedsrichter als Elfmeter bewertet.“