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Sambi Lokonga glänzt beim HSV-Sieg gegen Gladbach mit Bestleistung und Premiere – und ärgert sich trotzdem über einen entscheidenden Punkt.
Albert Sambi Lokonga gehörte zu den großen Erfolgsgaranten beim 3:1-Sieg der Hamburger gegen Borussia Mönchengladbach. Der Belgier zeigte seine bislang beste HSV-Leistung in dieser Saison und sorgte vor allem mit dem Ball am Fuß immer wieder für den entscheidenden Unterschied auf dem Platz. Ein Top-Auftritt mit gleich zwei Premieren. Von der MOPO gab es dafür die Note 1,5. Doch nur jubeln wollte der 27-Jährige nach dem Spiel nicht.
Für Sambi Lokonga war es gegen Mönchengladbach das dritte HSV-Spiel, in dem er die Mannschaft als Kapitän auf den Platz führte. Erstmals verließen die Hamburger dabei hinterher den Rasen auch als Sieger.
Ein Grund dafür war eine weitere Premiere: Zum zwischenzeitlichen 1:0 von Miro Muheim gab Sambi Lokonga die Vorlage, auch am zweiten Treffer der Hamburger war der Belgier direkt beteiligt. Kaum zu glauben, aber wahr: Für den Mittelfeldspieler war es im 35. Einsatz für den HSV die erste Torvorlage.
„Es war gut. Ich fühle mich immer besser“, sagte Sambi Lokonga nach dem Abpfiff über seine Leistung. Die Stimmung im Stadion bezeichnete er als „verrückt“, den Sieg und die drei Punkte als „sehr wichtig“. Gleichzeitig betonte er aber auch: „Ich bin sauer über die einfachen Fehler, die wir in der zweiten Hälfte gemacht haben. Das ist meine Mentalität.“
Gut 40 Minuten hatte der HSV in der zweiten Halbzeit in Überzahl gespielt. Das reichte am Ende, um zwei Treffer zu erzielen und das Spiel zu gewinnen. Ganz so klar wie das Ergebnis war der Auftritt allerdings nicht. Aus Sicht von Sambi Lokonga leistete sich der HSV zu viele Ballverluste.
Der HSV-Kapitän monierte: „Wir haben ihnen die Chance gegeben, zurück ins Spiel zu kommen. Das ist der nächste Schritt, dass uns das nicht passiert. Es war nicht nur einmal, es war häufiger. Einfache Ballverluste, das müssen wir schnellstmöglich einstellen.“
Mit diesem Kritikpunkt stand Sambi Lokonga hinterher nicht allein da. Auch Merlin Polzin blickte auf die zweite Halbzeit gegen Mönchengladbach mit gemischten Gefühlen. „Man hat gemerkt, dass wir nicht ganz so sattelfest waren, was die Kontrolle angeht“, sagte der HSV-Coach, dem unter anderem „nicht gefallen“ hatte, dass die Abstände auf dem Rasen zu oft nicht passten. „Das müssen wir aufarbeiten.“
Kurios: Einen HSV-Patzer bezeichnete Polzin am Ende als Szene des Spiels. Es war die 66. Minute, als Verteidiger Sebastiaan Bornauw einen üblen Fehlpass auf Gladbachs Shuto Machino spielte. Es war die große Chance zum 2:2 für die Gäste. Doch Bornauw bügelte seinen Fehler direkt wieder aus und blockte den Torschuss erfolgreich ab. Polzin: „Das war ein ganz toller Moment, der für uns sehr wichtig war. Diese Szene beschreibt einfach, dass die Jungs auf dem Platz nicht nur miteinander, sondern auch füreinander spielen wollen.“