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Für den FC Bayern läuft es in der heimischen Allianz Arena sagenhaft. In der Fremde zeigt sich hingegen ein ganz anderes Bild.
Der FC Bayern hat in der noch jungen Saison 2026/27 zwei Gesichter. In manchen Partien schießen sie ihre Gegner geradezu ab, wie zuletzt beim 6:1 gegen Leipzig. Auf der anderen Seite stehen jedoch völlig überraschende Stolperer, wie jüngst bei Viking Stavanger.
Dabei zeichnet sich ein deutliches Muster ab: Die Bayern sind in der heimischen Allianz Arena eine Macht, während es in der Fremde derzeit so gar nicht rund läuft.
ran wirft einen genaueren Blick auf die deutliche Diskrepanz zwischen Heim- und Auswärtsspielen
FC Bayern - VfB Stuttgart: 5:1 (Bundesliga)
FC Bayern - Bodö/Glimt: 5:0 (Champions League)
FC Bayern - Union Berlin: 7:0 (Bundesliga)
FC Bayern - RB Leipzig: 6:1 (Bundesliga)
Das Team von Vincent Kompany blickt in der Spielzeit 2026/27 auf eine lupenreine Heim-Bilanz. Alle vier Pflichtspiele in der Allianz Arena gingen an den FC Bayern - und zwar mit einer erstaunlichen Deutlichkeit.
Das Schützenfest gegen den VfB Stuttgart am 1. Spieltag war mit vier Toren Vorsprung noch der knappste Heimsieg. Unter dem Strich stehen die Bayern zu Hause bei 23:2 Toren, was bedeutet, dass sie im Schnitt 5,75 Treffer pro Heimspiel erzielt haben. Eine irre Quote.
Borussia Dortmund - FC Bayern: 1:2 (Supercup)
VfL Osnabrück - FC Bayern: 1:4 (DFB-Pokal)
FC Schalke - FC Bayern: 0:0 (Bundesliga)
SV Elversberg - FC Bayern: 1:2 (Bundesliga)
FC Augsburg - FC Bayern: 2:2 (Bundesliga)
Viking FK - FC Bayern: 3:3 (Champions League)
Abgesehen vom Dortmund-Spiel im Franz-Beckenbauer-Supercup hatten die Bayern in der Fremde sogar die vermeintlich einfacheren Aufgaben vor der Brust als zu Hause. Dennoch ist die Bilanz mit drei Siegen und drei Remis ziemlich enttäuschend.
Abgesehen vom 4:1 gegen den zweitklassigen VfL Osnabrück konnte kein Spiel mit mehr als einem Treffer Vorsprung gewonnen werden. Die Münchner taten sich beim 2:1 in Elversberg schwer und ließen auf Schalke, in Augsburg und bei Viking FK jeweils Punkte liegen.
Dabei handelt es sich um Gegner, die der FC Bayern im Normalfall schlagen muss.
Auch das Torverhältnis von 13:8 beweist, dass die Bayern in der Fremde sowohl harmloser als auch anfälliger sind.
Nein, von einem schon länger anhaltenden Auswärtsproblem kann man nicht sprechen. Zwar gab es in der Vergangenheit Saisons, in denen die Diskrepanz ähnlich hoch war, wie beispielsweise 2023/24, als die Münchner im Leverkusener Meister-Jahr nur 29 Auswärtspunkte holten, jedoch konnte Kompany diese Schwäche wieder beheben.
In der Vorsaison holten die Münchner in der Bundesliga sogar in der Fremde einen Zähler mehr (45) als in der Allianz Arena. In der Champions League konnte man zudem einen Auswärtsieg bei Real Madrid einfahren.
Sieht man sich an, wie unglücklich die Spiele gegen Augsburg und Viking FK zuletzt verlaufen sind, kann man die Auswärtsschwäche vermutlich als kleines Zwischentief abstempeln, über das schon bald keiner mehr sprechen wird.
Dennoch dürfte man sich in München darüber freuen, dass der Champions-League-Kracher gegen den FC Arsenal am kommenden Mittwoch daheim stattfindet. Etwas dominanter sind die Münchner hier in der Regel dann doch.