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Vor dem Spiel in Paderborn äußert sich HSV-Trainer Merlin Polzin zur Startelf, zur englischen Woche – und zur Personallage um mehrere Profis wie Sambi Lokonga.
Ferienzeit ist beim HSV Autogrammzeit. Hunderte Fans besuchten am Dienstagnachmittag das erste und einzige Training der Woche, um hinterher Unterschriften zu sammeln und nach Fotos mit den Profis zu fragen. Die vielen Kinder bekamen ihre Wünsche erfüllt. Parallel dazu bezog Merlin Polzin Stellung – auch zur Personallage.
Kurz gefasst: Sie sieht besser aus als zuletzt. Die zuletzt angeschlagenen Albert Sambi Lokonga und Bakery Jatta wärmten sich wieder mit der Mannschaft auf, auch Patson Daka stieg nach seiner muskulären Verletzung zunächst mit ein. Nach etwa 40 Minuten übte der sambische Stürmer individuell weiter, gemeinsam mit Jatta und kurz auch Fábio Vieira, der beim 1:0 gegen Stuttgart mit einem Verband um den Oberschenkel ausgewechselt worden war. Das stellte sich aber nicht als dramatisch heraus.
Der Portugiese ist nicht verletzt, wie Polzin nun bestätigte: „Fábio hat ein bisschen was gespürt, aber das war jetzt schon wieder besser. Am dritten Tag nach dem Spiel haben wir ihn am Ende nur etwas rausgenommen.“ Jatta kann nach seinen Adduktorenproblemen derweil die nächsten Schritte gehen. „Wir hoffen, dass wir es bei Baka steigern können für die englische Woche“, so Polzin.
Sambi Lokonga machte auch noch nicht wieder das gesamte Programm mit. Polzin ist aber zuversichtlich, dass der Belgier am Samstag (15.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) beim SC Paderborn in den HSV-Kader zurückkehren wird. „Das haben wir als Ziel“, sagte der Trainer. „Sambi hatte keine Pause und hat komplett durchtrainiert. Er wurde nur anders belastet.“ Grundsätzlich habe der Mittelfeldmann aber nichts an Fitness verloren.
Daka dürfte in Paderborn noch einmal fehlen, damit er in der folgenden englischen Woche mit dem Pokal-Heimspiel gegen die Eintracht (27. Oktober, 18 Uhr) und der Ligapartie in Frankfurt (1. November, 17.30 Uhr) wieder zur ernsthaften Alternative wird. „Pato fühlt sich gut und scharrt mit den Hufen“, sagte Polzin. „Wie wir es entscheiden, da müssen wir perspektivisch schauen, wer in der Woche wann und wie spielt.“
Jemanden an diesem Wochenende gezielt schonen für die kommenden Aufgaben will der Cheftrainer aber nicht. „Alles, was nach Paderborn kommt, betrachte ich erst ab Samstagabend“, stellte Polzin klar. Vorher gebe es keine Gedanken an mögliche Rotationsszenarien. Nur für die verletzten Spieler brauche es einen gezielten Plan, um keine neuen Rückschläge zu riskieren. „Das will ich im Hinterkopf haben“, sagte Polzin. „Aber was die Jungs angeht, die am letzten Wochenende gespielt haben – überhaupt keine Rücksicht.“
Zunächst gilt der volle Fokus dem Auftritt in Ostwestfalen. Das soll die Startelf zeigen. Spielzeit haben die Coaches trotz der drei Siege in Serie nicht zu verschenken. Einzig Alexander Røssing-Lelesiit fehlte am Dienstag komplett bei den Profis. Der Norweger, der nach langer Verletzung zuletzt beim 3:2 in Hoffenheim seine Pflichtspielrückkehr gefeiert hatte, soll am Mittwoch bei einem Testspiel im HSV-Nachwuchs mitwirken und wurde anderweitig belastet.