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Der FC Schalke 04 muss wohl lange auf Robin Gosens verzichten. Der Linksverteidiger hat sich während der 1:2-Niederlage im Auswärtsspiel gegen die TSG Hoffenheim das Knie verdreht. „Ich habe leider keine guten News, es schaut schlimm aus“, sagte Schalkes Trainer Miron Muslic nach Abpfiff bei DAZN. „Wir befürchten eine schlimme Knieverletzung. Das ist jetzt der Stand, den ich aus der Kabine habe.“
Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit ließ Schalkes Torwart Loris Karius einen Fernschuss nach vorn abklatschen. Gosens eilte zurück und kam vor TSG-Stürmer Andrej Kramaric an den Ball. Mit hohem Tempo rutschte der 32-Jährige dabei aber mit seinem Fuß ins Gesicht von Karius. Zusätzlich verdrehte Gosens sich das Knie. Karius musste mit Schrammen im Gesicht ausgewechselt werden, Gosens humpelte mit bandagiertem Knie vom Rasen.
„Es ist eigentlich unfassbar, gegen welche Widerstände wir ankämpfen müssen als Mannschaft in den letzten Wochen, mit welchen Genickschlägen wir zu kämpfen haben“, sagte Muslic beinahe resigniert. „Wir haben gegen Köln zwei Spieler verloren mit einer Aktion. Wir verlieren hier zwei Spieler mit dieser Aktion, einen davon langfristig“, so der Coach mit Blick auf Gosens.
Torwart Karius hingegen droht wohl kein langfristiger Ausfall, wie Muslic andeutete. „Offene Wunden im Gesicht, wenn man sich diesen Unfall und diesen Kontakt anschaut, dann, sagen die Bilder doch alles“, erklärte der 44 Jahre alte Österreicher.
Trotz dieses Verletzungsschocks zeigten die Schalker eine gute Leistung in Hoffenheim. „Es war mit Abstand unsere beste Halbzeit in der Bundesliga“, sagte Muslic über die Performance seiner Profis nach dem Seitenwechsel. „Wir hatten ein Chancenplus in Hoffenheim und gehen trotzdem als Verlierer vom Platz – das tut weh. Aber das müssen wir so hinnehmen.“
Muslic versprach: Auch diese Widerstände werden die Schalker „nicht brechen“. Er sagt: „Wir sind Schalker, wir werden daran wachsen, wir werden wieder zu uns finden und dann wieder gemeinsam und geschlossen – so wie heute unterstützt von über 10.000 Schalkern – zurückkommen.“