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Fábio Vieira und Bilal Nadir müssen in Paderborn verletzt vom Platz. Der HSV wird auf zumindest einen von ihnen länger verzichten müssen.
Jetzt wird es in Sachen Personal richtig eng. Fast noch mehr als das 0:1 in Paderborn schmerzen den HSV zwei weitere Verletzungen. Mit Fábio Vieira und Bilal Nadir erwischte es zwei weitere Stammspieler. Vor allem Vieiras Zustand bereitet dem HSV große Sorgen.
Es waren Schläge der unangenehmen Sorgte, die zuletzt im Volkspark an der Tagesordnung waren. Für Nicolai Remberg (Kreuzbandriss) dürfte die Saison bereits beendet sein. In Paderborn fehlten auch die angeschlagenen Nicolás Capaldo und Jordan Torunarigha, die nach dem Abschlusstraining den Daumen gesenkt hatten. Beim Aufsteiger dann nahm das Unheil schnell und doppelt seinen Lauf.
10. Minute: Vieira sackt auf dem Spielfeld zusammen und deutet sofort an, dass er behandelt werden muss. Nach knapp dreiminütiger Unterbrechung ist klar: Der Portugiese muss runter. Erwischt hat es ihn am rechten Oberschenkel.
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71. Minute: Der nächste Schock – denn auch für Remberg-Vertreter Nadir ist nach ordentlicher Leistung und einer Behandlung Schluss. Der Marokkaner kann sich allein nicht auf den Beinen halten, muss sich bei den HSV-Medizinern abstützen und wird in die Kabine gebracht. Immerhin: Nach dem Spiel kann er schon wieder allein durch die Katakomben gehen und muss zu allem Überfluss auch noch zur Doping-Kontrolle.
Zumindest bei Nadir gab Merlin Polzin später Entwarnung: „Er hat das letzte Mal im März so viel gespielt, wie jetzt in den vergangenen beiden Spielen zusammen und war dann einfach platt. Bilal hat Anzeichen von Krämpfen gehabt. Wir müssen abwarten, aber es könnte sein, dass es nicht so dramatisch ist.“ Dennoch: Aufgrund der Kürze der Zeit dürfte es bis zum Pokal-Auftritt am Dienstag gegen Frankfurt eng werden.
Vieira droht eine deutlich längere Pause. „Es sah nicht gut aus und wir müssen schauen, wie genau es mit seinen Muskeln aussieht“, sagte Polzin. Beim HSV hoffen sie, dass nichts gerissen ist. Sollte sich Vieira eine Zerrung zugezogen haben, wäre mit einer Ausfalldauer von etwa zehn bis 14 Tagen zu rechnen. Bei einem Muskelfaserriss bis zu vier Wochen. Wohl schon am Sonntag dürfte diesbezüglich Klarheit herrschen.
Immerhin: Rund ums Paderborn-Spiel gab es auch kleinere Lichtblicke. Albert Sambi Lokonga, der zuletzt gegen Stuttgart (1:0) fehlte, feierte in der Schlussphase sein Comeback. Auch bei Torunarigha hofft Polzin, dass er am Dienstag wieder zur Verfügung steht. Das wird für Capaldo wohl eher nichts.
Damit geht der HSV inmitten der englischen Woche mit dem Doppelpack gegen die Eintracht (erst Pokal, am Sonntag dann auswärts in der Liga) mehr und mehr am Stock. „Das ist alles sehr bitter, weil wir wichtige Spieler verloren haben“, sagte Mittelfeldmann Miro Muheim. „Aber wir haben trotzdem noch genügend Spieler mit Qualität.“ Langsam aber wird es richtig eng …