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Einer unserer Mitarbeiter hat mir diese Woche ein Video zugeschickt. In dem Youtube-Clip erzählt die 2024 verstorbene Bayern-Legende Franz Beckenbauer, was er als Fußballer in der Saison 1963/64 verdient hat. Es sind Beträge, die mittlerweile wie ein schlechter Witz klingen. 160 oder 180 Mark hätte das Grundgehalt betragen, berichtet Beckenbauer. Dazu seien noch Prämien gekommen. „Aber der Gesamtbetrag oder das monatliche Einkommen durfte nicht mehr als 400 Mark sein. Der DFB hat das damals vorgeschrieben“, so Beckenbauer.
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Man habe aber mehr verdient, verrät er. „Wir hatten teilweise Spielprämien von 400 Mark, wenn wir gegen Pforzheim gespielt haben oder Mannheim“, sagt der ehemalige Abwehrspieler in dem Video. Meistens habe er am Ende des Monats 2000 oder 2500 Mark netto ausbezahlt bekommen. Laut meiner Berechnung würde das heute ungefähr einer Kaufkraft von 5350 bis 6690 Euro entsprechen. Für heutige Verhältnisse im Profifußball immer noch wenig.
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Ob damals alles besser war, sei mal dahingestellt. Doch für mich macht das wieder einmal deutlich, wie überzogen die heutigen Millionengehälter sind. Nicht nur im Fußball ist das Einkommen der Sportler völlig aus dem Ruder gelaufen. Junge Sportler wissen oft gar nicht, was sie damit anfangen sollen, und gehen verschwenderisch damit um. Manche haben dann nach der sportlichen Laufbahn gar nichts mehr auf dem Konto.
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Wenn Sportprofis schon so viel verdienen müssen, warum dann nicht in Raten? Soll heißen: Das Gehalt wird über Jahre ausgezahlt, zum Beispiel so, dass auch nach der Karriere noch Gehalt ausgezahlt wird. Im Baseball gibt es solche Verträge schon. Bobby Bonilla, der 2001 seine Karriere beendet hat, bekommt bis 2035 jedes Jahr rund 1,19 Millionen Dollar von den New York Mets. Wenn die Zahlungen enden, ist er 72 Jahre alt. Damit hat er wohl für den Rest seines Lebens ausgesorgt.