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Nach dem Sieg gegen den Hamburger SV ist die Welt von Eintracht Frankfurt mehr als nur in Ordnung. Der Erfolg gibt Rückenwind, ein 16-Jähriger steht besonders im Mittelpunkt. Die Stimmen zum Spiel.
Nach dem Sieg im Pokal unter der Woche hat Eintracht Frankfurt den Hamburger SV am Sonntag auch in der Liga geschlagen, die Hessen behielten am Sonntag mit 3:1 die Oberhand. Die Hessen gingen durch ein Eigentor von Warmed Omari früh in Führung (10.), kassierten aber schnell den Ausgleich durch Terrence Moffi (14.). In der zweiten Halbzeit trafen Raphael Onyedika (46.) und Younes Ebnoutalib (69.).
Adi Hütter: "Es war ein sehr wichtiger Sieg – für uns alle. Wir haben eine gute Woche hinter uns. Tabellarisch macht man da gleich einen riesigen Sprung. Wir waren heute sofort parat und haben es in unsere Richtung gezogen. Meine Mannschaft hat heute im Gesamten eine gute Leistung gezeigt, deswegen haben wir gewonnen."
Zu Niko Ilicevic: "Niko hat sich selbst das größte Geburtstagsgeschenk gemacht. Wir freuen uns, dass wir im Verein jetzt eine gewisse Durchlässigkeit haben. Nicht nur Niko, auch Elias Baum oder Jeremiaha Maluze. Wir versuchen, unseren Talenten eine Chance zu geben."
Axel Hellmann: "Ich freue mich über die sportlichen Ergebnisse in dieser Woche, zwei Siege gegen den Hamburger SV ist eine gute Woche, zumal wir die nächste Pokalrunde erreicht haben. Wir haben wieder Wasser unter den Kiel bekommen, das war auch wichtig nach den letzten Wochen."
Zu Niko Ilicevic: "Wir müssen uns über Nikos Talente nicht unterhalten, ich neige aber dazu, die Kirche ein wenig im Dorf zu lassen. Wir tun einem 16-Jährigen keinen Gefallen, wenn wir ihn zu sehr hypen. Dass er ein herausragender Spieler im Training schon seit Wochen ist, wissen wir alle. Aber lasst uns das Thema mit einer gewissen Geduld angehen, es ist dann doch ein Unterschied, ob du schon ein paar Jahre im Bundesligageschäft auf dem Buckel hast. Lasst uns ihn Schritt für Schritt entwickeln."
Younes Ebnoutalib: "Es hat sehr viel Spaß gemacht, zu Gewinnen tut uns richtig gut. Beim 1:0 hatte ich gehofft, dass der Verteidiger den Ball durchlässt. Aber Hauptsache Tor. Der Jubel im Anschluss war ein Insider, den darf ich nicht verraten. Für Niko Ilicevic habe ich mich extrem gefreut. Man sieht, was er auch im Training alles macht. Er ist schon sehr weit für sein Alter, auch im Kopf. Ich feiere ihn einfach, er kommt rein, macht sich keinen Druck und spielt so, wie er im Training spielt."
Noah Atubolu: "Es lag sehr viel Druck auf dem Kessel, wenn wir ehrlich sind. Es ist eine Kunst, mit dem Druck so umzugehen und zweimal gegen den HSV 3:1 zu gewinnen. Man hatte am Ende das Gefühl, dass wir das 4:1 oder 5:1 schießen. Das Stadion hat mitgemacht, wir haben mitgemacht, wir haben das Debüt von Gigi Ilicevic gefeiert, der 16 Jahre alt ist. Jeder war glücklich, es war wie ein Fest heute. Das haben wir gebraucht und das hat sich schön angefühlt. Wenn man die letzten drei, vier Spiele nimmt, sieht man eine andere Mannschaft auf dem Platz. Noch nicht über 90 Minuten, aber wir haben viele gute Phasen im Spiel."
Merlin Polzin (Trainer HSV): "Wir sind sehr enttäuscht. Meine Mannschaft hat alles reingeworfen, was möglich war. Wir haben den Beginn beider Halbzeiten verpasst, das schmerzt natürlich. Am Ende hat das Quäntchen Glück gefehlt – aber auch die Qualität."
Daniel Heuer Fernandes (Torwart HSV): "Ich bin sehr frustriert, heute war mehr drin. Es lag an den Details, da war die Eintracht besser. Die Energie und den Schwung aus den letzten Minuten wollen wir aber mitnehmen. Es war ein Spiel auf Augenhöhe."