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Stuttgart. Der VfB Stuttgart hat sein Auswärtsspiel bei Bayer Leverkusen mit 4:2 (2:1) gewonnen. Der deutliche und verdiente Erfolg in der Bay-Arena kommt einem Befreiungsschlag gleich. Endlich zeigten die Schwaben auch in der Bundesliga, was in ihnen steckt: Die Hoeneß-Elf war griffig, spielerisch stark, giftig in den Zweikämpfen und überstand auch eine kritische Phase vor der Halbzeit. Hier lesen Sie, was Sie zum Stuttgarter Sieg wissen müssen.
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Fünf Niederlagen aus sieben Spielen: Der VfB Stuttgart hat in der Bundesliga einen krachenden Fehlstart hingelegt. Nach den Niederlagen in Hamburg und im Heimspiel gegen den Tabellenletzten in Gladbach meisterten die Schwaben am Mittwochabend die Pokalhürde Paderborn. Gegen den Aufsteiger zog die Hoeneß-Elf zwar ins Achtelfinale ein, bekleckerte sich aber trotz 50-minütiger Überzahl nicht mit Ruhm. Vor allem in der Offensive klemmte (und klemmt) es bei den Stuttgartern: Demirovic und Co. vergaben in Paderborn teils hochkarätige Chancen.
Zwar mit einem Sieg im Rücken, aber alles andere als einem guten Gefühl reisten die VfB-Profis daher am Samstag zum Auswärtsspiel nach Leverkusen. Also ausgerechnet gegen jene Elf, die in dieser Bundesliga-Saison bislang jedes Heimspiel gewinnen konnte. Zudem verlor das Team um Torjäger Patrik Schick aus den letzten sieben Pflichtspielen nur eines, in den restlichen Partien ging Leverkusen als Sieger vom Platz. Auf die Stuttgarter wartete also ein harter Brocken.
Erschwerend kam dazu, dass Sebastian Hoeneß auf seinen Denker und Lenker verzichten musste: Angelo Stiller. Der Mittelfeldmotor der Schwaben zog sich gegen Paderborn eine Verletzung im Adduktorenbereich zu und fällt vorerst aus. In der Bay-Arena starteten daher Grischa Prömel und Atakan Karazor auf der Doppelsechs – Premiere für das Duo, das mit dem spielstarken Leverkusener Zentrum um Fernandez und Garcia alle Hände voll zu tun haben sollte. Trotz des prominenten Ausfalls war für die Schwaben klar: Gegen Leverkusen wollten Deniz Undav und Co. wieder zurück in die Erfolgsspur finden.
VfB Stuttgart
Anders als in den Partien zuvor, in denen die Stuttgarter reihenweise Topchancen vergeben hatten, ging der VfB in Leverkusen mit dem ersten Torschuss in Führung: Nach einem feinen Steckpass von Deniz Undav scheiterte Bilal El Khannouss noch an Bayer-Keeper Flekken, Ermedin Demirovic musste den Abpraller nur noch einschieben (14.). Der verdiente Lohn für eine starke schwäbische Anfangsphase, die Hoeneß-Elf trat viel selbstbewusster und dominanter auf als noch drei Tage zuvor in Paderborn. Und die VfB-Profis legten direkt nach: Nur acht Minuten später staubte Jamie Leweling nach einer Ecke zur 2:0-Führung ab.
Doch die Bayer-Elf erzielte durch Patrik Schick ebenfalls nach einer Ecke den Anschlusstreffer (29.), die Partie war plötzlich völlig offen. Doch die Stuttgarter überstanden diese wilde Phase, wehrten sich gegen wütend anrennende Leverkusener und gingen mit der knappen Führung in die Pause. Direkt nach dem Seitenwechsel legten die Gäste nach: Bilal El Khannouss traf in der 51. Minute zum 3:1 für den VfB, vorausgegangen war wieder ein starker Start in die zweiten 45 Minuten.
Anders als gegen Gladbach, Atlético oder Paderborn schafften es die Stuttgarter dann auch, die Partie frühzeitig für sich zu entscheiden. Wieder war es Deniz Undav, der zeigte, was ein kluger Fußballer er sein kann: Der Kapitän steckte sehenswert auf Ermedin Demirovic durch, der unbedrängt das 4:1 für die Schwaben erzielte (65.). Bayer Leverkusen gelang nur noch der Anschlusstreffer (82.).