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Vor dem Münchner Derby stimmen sich die Präsidenten von Bayern und 1860 ab. Die Polizei bereitet sich unterdessen auf ein Hochrisikospiel vor.
München – Die Präsidenten des FC Bayern und des TSV 1860 München haben sich vor dem anstehenden Derby in der Regionalliga abgestimmt. Ziel sei ein friedlicher Verlauf, berichtet die BILD. Das Spiel der Bayern-Amateure gegen die Löwen findet am morgigen Sonntagmittag um 14 Uhr statt. Es ist das erste Stadtderby seit mehr als fünf Jahren.
Bayern-Präsident Herbert Hainer tauschte sich mit Gernot Mang, dem Präsidenten der Löwen, aus. Hainer sagte am Freitag am Rande einer Gedenktafel-Enthüllung: „Ich hatte in den letzten Tagen auch Austausch mit Herrn Mang, dem Präsidenten von 1860 München, bei dem wir gesagt haben, dass wir auf unsere Fans einwirken werden, um das Spiel friedlich und ruhig über die Bühne gehen zu lassen.“
Mang bestätigte das Gespräch ebenfalls gegenüber der BILD. Der 58-Jährige beschrieb das Ziel der beiden Seiten: „Dass beide Seiten schauen, dass es einfach ruhig abgeht.“ Der Wettstreit solle auf dem Platz stattfinden. „Dass die Rivalität oder der Kampf auf dem Platz stattfinden soll – voller Emotion, mit einem lautstarken Publikum, mit einem vollen Haus.“ Dazu sagte er: „Das Grünwalder Stadion soll wieder brennen, aber nur auf dem Platz.“
Mang hatte die Bayern-Delegation offiziell zum Derby eingeladen. Hainer bezeichnete den Austausch als „sehr freundschaftlich“. Er selbst kann nicht kommen, weil er einen zuvor zugesagten privaten Termin hat. Laut BR24 wird aber Sportvorstand Max Eberl auf der Tribüne erwartet. BILD nennt außerdem Sportdirektor Christoph Freund als Gast.
Mang setzt auch auf die eigenen Anhänger. „Die Fans wissen, worauf es ankommt und was wir durchgemacht haben.“ Er zeigte sich zuversichtlich, dass die Fans „sehr, sehr sensibel“ mit der Situation umgehen werden. Die Münchner Polizei bewertet die Partie dennoch als Hochrisikospiel. Ein Sprecher erklärte die Hintergründe gegenüber t-online.
„Das Spiel wird aufgrund der bekannten Rivalität zwischen den beiden Vereinen als sogenanntes ‚High Risk‘-Spiel bewertet.“ Die Polizei hofft grundsätzlich „auf einen friedlichen Einsatz und die Vernunft aller Fans“. Dennoch seien Straftaten nicht auszuschließen. Dazu zählen Körperverletzungen, Sachbeschädigungen oder der Einsatz von Pyrotechnik.
Die Polizei will die beiden Fanlager daher voneinander trennen. Den Schwerpunkt bilden die Begleitung von Problemfans und eine grundsätzliche Trennung. Konkrete Maßnahmen nannte der Sprecher aus einsatztaktischen Gründen nicht. Die Zahl der Einsatzkräfte steht noch nicht fest. Sie werde sich aber im „niedrigen dreistelligen Bereich“ bewegen. Auch rund um das Stadion gelten Regeln. BR24 berichtet, dass im Stadion nur Leichtbier ausgeschenkt werde.
Das Derby war ursprünglich für Samstag angesetzt. Die Polizei bat den Bayerischen Fußball-Verband um eine Verlegung. Der Grund: Die erste Mannschaft des FC Bayerns spielt am Samstag in der Allianz Arena gegen RB Leipzig. Die Polizei wollte so die Planung und Verfügbarkeit ihrer Kräfte verbessern. (hbr)