Zurück
„Natürlich gibt es in England und Deutschland großartige Spieler. Aber ich finde, ein Spanier müsste die Auszeichnung gewinnen, denn unsere Spieler sind in vielerlei Hinsicht die besten der Welt - man kann sie schlichtweg nicht ignorieren“, sagt Spaniens Nationaltrainer Luis de la Fuente.
Sein Mittelfeldchef Rodri war das Herzstück im spanischen Team und wurde auch als bester Spieler der WM ausgezeichnet, mit Manchester City hat er aber eine enttäuschende Saison hinter sich. Für Yamal spricht dessen Genialität, mit Barça wurde er außerdem spanischer Meister. Aber in der Königsklasse war schon im Viertelfinale Schluss - und in Sachen Toren kommt er bei Weitem nicht an Kane heran.
Spaniens Weltmeister Rodri und Lamine Yamal. (Archivbild)
Spaniens Weltmeister Rodri und Lamine Yamal. (Archivbild)
Torschützenkönig bei der WM, in der Champions League und in LaLiga - auch der französische Stürmerstar hat persönlich ein Super-Jahr hinter sich. Aber Titel? Fehlanzeige! Weder mit Real Madrid noch mit der französischen Nationalmannschaft, die im Halbfinale an Spanien scheiterte. Das könnte ihm wieder eine Ballon d’Or-Auszeichnung verbauen. Kaum zu glauben, dass der Weltmeister von 2018 und Vize-Weltmeister von 2022 noch nie die Trophäe gewinnen konnte.
Unwahrscheinlich. Dafür hätte er wohl mit Argentinien erneut den Titel gewinnen müssen. Zumal er bei Inter Miami in der amerikanischen MLS auch nicht mehr auf der großen Fußball-Bühne spielt. Sein Rekord mit acht Ballon d’Or-Siegen bleibt aber unerreicht.
Nein. Dafür hat die schwache WM der deutschen Nationalelf auch keinen Anlass gegeben. Immerhin gehören zu den 30 nominierten Spielern neben Kane noch die drei Münchner Bundesliga-Profis Michael Olise, Luis Díaz und Dayot Upamecano. Bei den Frauen hat es immerhin Bayern-Spielerin Klara Bühl in den Kreis der Top 30 geschafft, eine Chance auf den Titel hat sie aber nicht. In der Talente-Kategorie ist Bayerns Lennart Karl dabei, bei den Torhüterinnen Ann-Katrin Berger. Außerdem ist der FC Bayern sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen in der Kategorie Mannschaft des Jahres nominiert.
Nein. Die Stimmen für den Ballon d’Or wurden bereits Ende September vergeben. Als Referenzzeitraum gilt außerdem der 3. August 2025 bis zum 19. Juli 2026, dem Tag des WM-Endspiels.
Ja. Matthias Sammer war 1996 der letzte Sieger. Davor hatten es auch Gerd Müller (1970), je zweimal Franz Beckenbauer (1972 und 1976) und Karl-Heinz Rummenigge (1980 und 1981) sowie Lothar Matthäus (1990) geschafft.
War der letzte deutsche Sieger: Matthias Sammer (Archivbild)
War der letzte deutsche Sieger: Matthias Sammer (Archivbild)
Der Preis wird vom französischen Fußballmagazin „France Football“ in Zusammenarbeit mit der Europäischen Fußball Union UEFA vergeben. Bei den Männern stimmt jeweils ein Sportjournalist aus den Top-100-Nationen ab, bei den Frauen aus den Top 50. Jeder Juror wählt aus den besten 30 Spielern zehn Akteure aus und vergibt je nach Platzierung zwischen 15 und einem Punkt.
Diese Wahl wird weiterhin vom Weltverband FIFA veranstaltet. Von 2010 bis 2015 wurde der Weltfußballer durch eine Kooperation der FIFA und „France Football“ mit dem goldenen Ball ausgezeichnet.
Die Gala im London Palladium Theatre ist live beim Streamingdienst DAZN zu sehen. Moderiert wird die Veranstaltung von Kate Scott mit Unterstützung des früheren französischen Starfußballers Thierry Henry.