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Die Schwenninger Kufencracks haben in der DEL einen empfindlichen Rückschlag kassiert. Am Mittwochabend unterlag die Mannschaft von Trainer Steve Walker vor 5032 Zuschauern bei Aufsteiger Krefeld Pinguine mit 0:6 (0:1, 0:3, 0:2). Die Pleite war verdient, fiel angesichts des zunächst ausgeglichenen Spielverlaufs allerdings zu hoch aus.
Philip Feist und Alexander Karachun besaßen die ersten guten Möglichkeiten für die stark ersatzgeschwächten Schwenninger, scheiterten jedoch an Krefelds Torhüter Juha Jatkola. Auf der Gegenseite war SERC-Keeper Simon Wolf gegen Philip Gogulla zur Stelle. Beide Mannschaften durften früh in Überzahl ran, konnten daraus aber kein Kapital schlagen.
Erst 39 Sekunden vor der ersten Pause ging Krefeld in Führung. Wolf hatte kaum Sicht und konnte den Schuss von Maxwell Gildon nicht festhalten – 1:0. „Wir sind gut gestartet, haben viel Druck gemacht. Wir müssen nicht viel ändern, nur vor dem eigenen Tor noch besser aufräumen“, sagte Verteidiger Arkadiusz Dziambor nach den ersten 20 Minuten.
Auch im Mitteldrittel erwischten die Neckarstädter zunächst den besseren Start, ließen ihre Druckphase jedoch ungenutzt. Krefeld befreite sich und schlug konsequent zu. Wolf konnte einen Puck nicht festhalten, Marcel Müller staubte zum 2:0 ab (32. Minute). Nur zwei Minuten später folgte der nächste Rückschlag: KEV-Topscorer Matthew Santos setzte sich mit einer starken Einzelleistung gegen die Schwenninger Abwehr durch und jagte die Scheibe zum 3:0 in den Winkel (34.). Feist scheiterte anschließend erneut an Jatkola. Stattdessen schlug die Krefelder Paradereihe mit Gogulla, Santos und Max Newton wieder zu. Santos bediente Newton, der auf 4:0 erhöhte (39.).
Im Schlussdrittel bemühten sich die Gäste erneut um eine schnelle Antwort. Doch Mirko Höfflin brachte die Scheibe nicht im Tor unter. Schwenningen rückte auf, wurde ausgekontert. Luca Hauf bediente Müller, der mit seinem zweiten Treffer auf 5:0 stellte (50.). Beim sechsten Gegentor kam auch noch Pech hinzu: Der Puck sprang Tim Schütz an den Schlittschuh und von dort ins Schwenninger Netz (55.).
„Krefeld war vor dem Tor super kaltschnäuzig, die haben alles reingemacht“, sagte SERC-Verteidiger Alex Trivellato. Die eigene Mannschaft habe dagegen offensiv zu wenig Durchschlagskraft entwickelt. „Wir haben immer nur außen herumgespielt, keinen Druck auf das gegnerische Tor ausgeübt.“
Damit verloren die Schwarzwälder auch ihr zweites Gastspiel beim Aufsteiger. Bereits am 27. September hatten sie in Krefeld mit 2:5 den Kürzeren gezogen. Nun zogen die Pinguine auch in der Tabelle an Schwenningen vorbei. Viel Zeit zur Aufarbeitung bleibt nicht. Am Freitag (19.30 Uhr) gastieren die Wild Wings bei den Iserlohn Roosters. Am Sonntag (16.30 Uhr) kommt Krefeld zum direkten Wiedersehen in die Helios-Arena. Dann wollen die Schwenninger Revanche nehmen.