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Klartext nach Union-Aus: Warum Baumgart die Entscheidung der Bosse nicht versteht
Steffen Baumgart ist anderer Meinung als Geschäftsführer Horst Heldt (r.) und sieht seine Entlassung während der Saison als „unnötig“ an.
Steffen Baumgart ist anderer Meinung als Geschäftsführer Horst Heldt (r.) und sieht seine Entlassung während der Saison als „unnötig“ an. © IMAGO/Maximilian Koch

Er hat seinen Frust lange für sich behalten – doch jetzt bricht Steffen Baumgart sein Schweigen! Gut 15 Monate stand er an der Seitenlinie des 1. FC Union Berlin, ehe im April 2026 nach einer 1:3-Niederlage gegen Heidenheim und nur zwei Siegen aus 14 Spielen Schluss war. Über das Aus in Köpenick schüttelt der Ex-Coach bis heute den Kopf!

Baumgart: „Ich war überrascht und enttäuscht“

Im Interview mit der SportBild äußerte der gebürtige Rostocker sein Unverständnis über die Entlassung: „Ich war überrascht und enttäuscht“, sagte Baumgart.

Er fügte hinzu: „Ich hatte die Aufgabe, den Verein in der Bundesliga zu halten. Das gelang mir in der ersten Saison, nachdem ich in der Winterpause 2024/25 verpflichtet worden war.“

Und auch in der Folgesaison habe er dieses Ziel erreicht. „Zu dem Zeitpunkt, als ich während der Spielzeit 2025/26 bei Union beurlaubt wurde, war der Klassenerhalt ebenfalls schon geschafft“, so der Ex-Coach.

Klassenerhalt unter Baumgart schon sicher?

Fakt ist: Zwar hätten Baumgarts 32 Punkte am Ende gereicht. Rechnerisch machte aber erst Marie-Louise Eta am 32. Spieltag den Sack zu. Baumgarts Sicht der Dinge ist, wie im Interview angegeben, wohl eine andere. Der Abstieg sei unter ihm bereits ausgeschlossen gewesen „Darum war die Trennung während der Saison aus meiner Sicht unnötig“, sagte er.

Steffen Baumgart ist nach seiner Freistellung beim 1. FC Union nun wieder auf Jobsuche.
Steffen Baumgart ist nach seiner Freistellung beim 1. FC Union nun wieder auf Jobsuche. © Hafner/ IMAGO

Dass es in der Rückrunde mächtig knirschte, streitet er gar nicht ab: „Natürlich hatten wir keine gute Rückrunde gespielt, blieben hinter den Erwartungen zurück.“

Aber der Ex-Trainer geht die Klub-Bosse trotzdem an: „Wenn man deshalb zu der Erkenntnis kommt, einen anderen Weg einschlagen zu wollen, um eine andere Entwicklung zu nehmen, dann hätte man bis zur Sommerpause warten und es dann regeln können.“

Baumgart will neuen Job

Den Rest der Saison musste Baumgart als Fan verfolgen. In der laufenden Saison war er bereits mehrfach privat im Stadion An der Alten Försterei zu sehen. Doch auf Dauer reicht ihm die Tribüne nicht!
„Mein Akku für eine neue Aufgabe ist voll“, schickt er eine deutliche Ansage raus.

Die Reise muss nicht zwingend in Deutschland weitergehen: „Sicher ist die Bundesliga super interessant. Aber mich würde auch eine Auslandstätigkeit reizen. Ich kenne einige deutsche Trainer, die es nicht bereut haben, außerhalb von Deutschland zu arbeiten.“

An der Sprache soll der nächste Schritt jedenfalls nicht scheitern. Baumgart selbstbewusst: „Ich bin mir sicher, dass ich Fußball auch im Ausland erklären kann.“

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