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Eine Regeländerung bei den Sprunganzügen könnte den Skisprung-Sport auf den Kopf stellen. Auf die Athleten kommt eine völlig neue Herausforderung zu.
Lillehammer – Im Skispringen steht, wie auch im Biathlon, eine große Veränderung bevor. Der Internationale Skiverband (FIS) verschärft die Vorgaben für die Sprunganzüge und schränkt damit die bisherige Freiheit der Teams deutlich ein. Die neue Regel soll für mehr Fairness im Wettbewerb sorgen und gleichzeitig die Kosten reduzieren. Für die Athleten und ihre Ausrüster bedeutet das eine Umstellung.
Bisher konnten die Skisprung-Teams während einer Saison auf zahlreiche verschiedene Anzüge zurückgreifen. Vor allem die großen Nationen verfügten über eine große Auswahl an Modellen, die je nach Wettkampf und Bedingungen eingesetzt werden konnten. Besonders bei wichtigen Wettbewerben spielte die Materialwahl eine entscheidende Rolle. Mit dieser Möglichkeit soll nun Schluss sein.
Künftig darf jeder Springer nur noch vier Wettkampfanzüge pro Saison verwenden. Auch während eines Weltcup-Wochenendes gelten strengere Vorgaben: Maximal zwei verschiedene Anzüge sind erlaubt. Eine weitere Neuerung betrifft den Ablauf der Wettkämpfe. Die Athleten müssen in der Qualifikation und im anschließenden Wettbewerb dasselbe Modell tragen. Ein kurzfristiger Wechsel ist damit ausgeschlossen. Nach der Regeländerung letztes Jahr nach dem Anzugskandal sorgt die Neuerung nun erneut für Aufsehen.
Beim österreichischen Team wird die neue Regel aber offenbar gelassen aufgenommen. Materialexperte Balthasar Schneider sieht vor allem für die Ausrüster eine Erleichterung. „Für uns wird es künftig ruhiger“, erklärte er. Durch die geringere Anzahl an erlaubten Anzügen fällt auch weniger Arbeit in der Vorbereitung und Anpassung des Materials an.
Lange müssen sich die Fans nicht mehr gedulden, bis die neue Regel erstmals im Weltcup zum Einsatz kommt. Am 20. November 2026 startet die Saison im norwegischen Lillehammer. Dort wird sich zeigen, wie die Springer mit den neuen Vorgaben zurechtkommen und ob die Regeländerung tatsächlich für einen ausgeglicheneren Wettbewerb sorgt. (cm)