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Österreichs Ski-Fans müssen nach dem Sölden -Auftakt auf das erste ÖSV -Stockerl im neuen Weltcup-Winter warten. Bei den Frauen feierte die US-Amerikanerin Paula Moltzan am Samstag den Sieg im Riesenslalom, tags darauf macht es ihr der Neo-Brasilianer Lucas Pinheiro Braathen bei den Männern nach.
Stefan Brennsteiner vergibt seinen dritten Platz zur Halbzeit. Topstar Marco Schwarz fällt am Sonntag ebenso aus, wie Julia Scheib am Vortag bei den Damen. Für Diskussionsstoff sorgen am Auftaktwochenende aber nicht nur die durchwachsenen Ergebnisse der heimischen Athleten. Der Skisport ist im ungewohnten Gewand ins TV zurückgekehrt: Die Zeiten-Inserts am rechten und unteren Bildrand kommen nicht bei allen gut an.
So gab es dieses Wochenende Wortmeldungen und Screenshots von Zusehern in den sozialen Medien, die über kaum lesbare Zahlen klagten. Und tatsächlich: Auf einigen davon sind die grünen Zeiteinblendungen, die den Vorsprung in den Teilbereichen darstellen, kaum lesbar. Das Problem dürfte in den meisten Fällen bei den Hardware-Einstellungen liegen - sprich: bei den Farbeinstellungen des TV-Geräts selbst. Im Livestream des ORF und bei gut abgestimmter Sättigung am modernen Fernseher sind die grünen und roten Zahlen deutlich besser zu erkennen.
Das legt nahe: Die Neuerung dürfte empfindlicher auf unterschiedliche Sättigungs-Einstellungen reagieren als die gewohnten Zahlen. In der Diskussion um die neuen Einblendungen ist wichtig zu betonen, dass die TV-Sender diese nicht einfach ausgedacht haben. Die FIS hat sich für diesen Winter die "Overlay-Grafiken" neu ausgedacht. Die Idee: Ein größerer, dynamischeres Zeit- und Vorsprungsinfoblatt, das nicht nur die Gesamtzeit, sondern auch die Zwischenzeitdifferenzen anzeigt.
Das ist prinzipiell sinnvoll - umso mehr, als das "Stamm-Overlay" bei vielen Rennarten gar nicht mehr gezeigt wird. Doch wenn der Kontrast zu schwach ist und die Schrift sich nicht gut genug vom Hintergrund (den Pisten) abhebt, ist das natürlich eine Fehlentwicklung. Es bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen das Feedback der Zuseher aufnehmen und in der laufenden Saison nachbessern - etwa durch eine bessere Farbwahl, einen dunkleren Hintergrund oder einen erhöhten Kontrast.
Schließlich soll das neue System für mehr Information sorgen, nicht weniger. Und wenn man die Zahlen nicht lesen kann, ist das eher kontraproduktiv. Das war aber auch schon bei anderen Sportarten der Fall - denken wir nur an den Fußball, wo vor Jahren ein dunkler Hintergrund eingeführt und schnell wieder abgeschafft wurde, weil der Schriftumriss zu schwach war. Die Ski-WM in Saalbach-Hinterglemm ist noch weit entfernt, bis dahin bleibt genug Zeit, das in den Griff zu bekommen.
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