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Niclas Füllkrug hat nach Werders Niederlage in Stuttgart keine Lust auf Fragen zur Nationalmannschaft. Beim dritten Versuch des Reporters ist das Interview dann abrupt vorbei.
08.11.2026, 12:5008.11.2026, 12:58
Eigentlich läuft bei Niclas Füllkrug fast alles perfekt. Der 33-Jährige hat in dieser Saison für Werder Bremen zwölf Tore in zehn Pflichtspielen erzielt und bis zum Samstag in sieben Bundesliga-Partien hintereinander getroffen. Die Belohnung: seine erste Nomination für die Nationalmannschaft seit mehr als einem Jahr.
Doch am Samstagabend war die Laune des Bremen-Stürmers im Keller. Werder verlor beim VfB Stuttgart unglücklich mit 0:1 und dann wollte ZDF-Reporter Florian Zschiedrich im «Aktuellen Sportstudio» nichts zum Spiel wissen, sondern was ihm das DFB-Aufgebot bedeutet.
«Ein bisschen Respekt. Wir haben gerade ein Spiel verloren. Das ist gerade nicht in meinem Kopf», antwortete Füllkrug. Was nächste Woche sei, interessiere ihn gerade nicht. Zschiedrich hakte nach, auch mit Verweis auf eine Aussage von Bundestrainer Jürgen Klopp. Füllkrug wiederholte: Man habe 0:1 verloren, obwohl man ein gutes Spiel gemacht habe – da denke er bestimmt nicht an die Länderspiele.
Wie geil ist das denn https://t.co/ys4900MKaK
— TheRealTom™ - Trusted Flagger (@tomdabassman) November 8, 2026
Als der Reporter es nochmals versuchte, war Schluss. «Nee, danke, ciao», sagte Füllkrug, legte das Mikrofon auf den Tisch und reichte dem ZDF-Mann zum Abschied die Hand. Dabei lächelte er sogar. Zschiedrich konnte ihm nur noch ein verdutztes «Ach, doch nicht? Ich hab's probiert» hinterherrufen.
Genervt ist Füllkrug nicht erst seit gestern. Das Thema Nationalmannschaft verfolgt ihn seit Wochen. Klopps Einschätzung zu seinen Comeback-Chancen hatte er nach dem 3:2 in Mainz noch gelassen kommentiert: Der Bundestrainer habe bloss Fakten aufgezählt, er spiele für Werder und nicht für eine Nomination.
Als Nächstes stehen in der Nations League die Spiele in Serbien und gegen die Niederlande an. Spätestens dann wird Füllkrug die DFB-Fragen beantworten müssen – ob er will oder nicht. (pre)