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Serhou Guirassy gehört bei Borussia Dortmund zu den wichtigsten Leistungsträgern. Der Angreifer hat sich in dieser Saison deutlich gesteigert und überzeugt wieder mit starken Auftritten. Doch ausgerechnet bei seiner Zukunft scheint der BVB keine besondere Eile zu haben.
Dabei liefert der 30-Jährige reichlich Argumente für eine Vertragsverlängerung. In seinen ersten zwölf Saisonspielen erzielte Guirassy sieben Treffer und bereitete zwei weitere vor. Trotzdem sollen beim BVB zunächst andere Personalentscheidungen im Vordergrund stehen. Ein durchaus überraschender Plan!
Wie der „Bild“-Podcast „Dortmund Insider“ berichtet, steht Guirassy bei den anstehenden Vertragsgesprächen nicht ganz oben auf der Liste. Andere Leistungsträger sollen zuerst ihre Unterschrift unter ein neues Arbeitspapier setzen.
Reporter Maximilian Wessing erklärt: „Guirassy soll verlängern, er muss sich aber noch ein bisschen gedulden. Er ist in der Warteschlange nicht ganz vorne. Waldemar Anton soll als erster verlängern, mit ihm laufen auch die Gespräche. Dann soll Gregor Kobel folgen und im besten Fall noch in diesem Jahr unterschreiben. Und erst dann soll mit Julian Ryerson und Guirassy gesprochen werden.“
Demnach genießt zunächst Anton Priorität. Anschließend möchte der BVB die Zukunft von Torhüter Kobel klären. Erst danach sollen Gespräche mit Ryerson und Guirassy folgen. Beim Stürmer ist ein Verhandlungsbeginn „Anfang des Jahres, im Frühjahr“ vorgesehen.
Dabei ist Guirassy aus der Dortmunder Offensive kaum wegzudenken. Während er in der vergangenen Saison mitunter lustlos wirkte und durch negative Körpersprache auffiel, präsentiert er sich inzwischen deutlich engagierter.
Der Angreifer arbeitet wieder intensiver für seine Mannschaft. Auch Trainer Niko Kovac setzt regelmäßig auf den Guineer. Während andere Profis häufiger von der Rotation betroffen sind, steht Guirassy nahezu immer auf dem Platz.
Immerhin besitzt der BVB bei den Vertragsgesprächen noch einen gewissen zeitlichen Spielraum. Guirassys aktueller Kontrakt läuft schließlich erst 2028 aus. Unmittelbarer Handlungsdruck besteht deshalb nicht. Allerdings könnte ein längeres Zögern zum Risiko werden. Sollte der BVB die Verlängerung nicht rechtzeitig abschließen, würde Guirassy im Sommer 2027 in sein letztes Vertragsjahr gehen.