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Seite an Seite halfen sie, Elversberg in die Bundesliga zu schießen. Mittlerweile dient Frankfurts Younes Ebnoutalib HSV-Stürmer Otto Stange als Vorbild.
Nach dem Pokal-Fight am vergangenen Dienstag stand HSV-Stürmer Otto Stange (19) im Bauch des Volksparkstadions noch lange mit Frankfurts Younes Ebnoutalib (23) zusammen. Die beiden Angreifer tauschten sich intensiv aus und dürften dabei auch über frühere, gemeinsame Zeiten geplaudert haben. Nachdem sie bis vor zehn Monaten noch gemeinsam für Elversberg auf Torejagd gingen, trennten sich die Wege – mit unterschiedlichem Erfolg. Vor dem erneuten Wiedersehen an diesem Sonntag (17.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) ist Ebnoutalib für Stange sogar zu einer Art Vorbild geworden.
Neunmal kamen die beiden Angreifer in der Hinrunden-Vorsaison in Elversberg zusammen zum Einsatz und legten den Grundstein zum späteren Aufstieg. Der vom HSV geliehene Stange steuerte bis zur Winterpause drei Treffer und zwei Vorlagen bei, stand dabei aber im Schatten Ebnoutalibs (zwölf Tore). Halten konnte die SVE ihr Sturm-Duo nicht, beide wechselten im Winter direkt in die Bundesliga: Ebnoutalib für eine Ablöse von acht Millionen Euro zur Eintracht, Stange (der seine Leihe vorzeitig beendete) zurück zum HSV.
So weit die Parallelen. Im Oberhaus aber sammelten die früheren Sturm-Kollegen bislang höchst unterschiedliche Erfahrungen. Während Ebnoutalib voll durchstartete, wartet Stange noch auf den großen Durchbruch.
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Nachdem der Frankfurter in der vergangenen Rückrunde noch großes Verletzungspech hatte und nach seinem schnellen Premierentor monatelang fehlte, flutscht es in dieser Serie richtig. Fünfmal traf Ebnoutalib in bislang sieben Bundesligaspielen, zudem war er auch am Dienstag – beim 3:1 im Pokal beim HSV – erfolgreich. Die Belohnung: Kürzlich debütierte er unter dem neuen Nationaltrainer Jürgen Klopp im DFB-Team.
Ein Weg, den sie beim HSV perspektivisch auch Stange zutrauen. Der aber wartet nach mittlerweile 16 Bundesliga-Einsätzen noch immer auf sein erstes Tor im Oberhaus. Immerhin kommt das Talent mittlerweile regelmäßig zum Einsatz, absolvierte in dieser Serie bereits sechs Einsätze mit 197 Spielminuten.
Macht es der HSV-Youngster seinem alten Elversberger Kumpel bald nach und lässt den Knoten platzen? Grundsätzlich verlief Stanges Weg in die Bundesliga sogar deutlich gradliniger als der Ebnoutalibs. Der Deutsch-Marokkaner spielte in Stanges Alter sogar noch in der U19 von Rot-Weiß Frankfurt, war später sogar ein halbes Jahr vereinslos, ehe sein Weg kometenhaft nach oben führte. Stange hingegen gilt als Vorzeige-Objekt der HSV-Talentausbildung, schaffte bereits mit 16 Jahren erstmals den Sprung in den Profi-Kader.
Zwei Ex-Kollegen, zwei unterschiedliche Karrierewege – und ein Draht zueinander, der weiterhin vorhanden ist. Die Frage, welcher der beiden Stürmer diesmal gut lachen hat, wenn es am Sonntag zum nächsten Plausch kommt, muss noch geklärt werden.