flag
back Zurück
Wird Füllkrugs aktuelle Topform für Werder Bremen noch zum Problem?
Audio
Niclas Füllkrug ballt die Faust

Wird Füllkrugs aktuelle Topform für Werder Bremen noch zum Problem?

Niclas Füllkrug kam vor dem Saisonstart von West Ham United per Leihe nach Bremen. Zuvor war er an die AC Mailand verliehen. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Audio-Ende

Ohne Niclas Füllkrug sähe es bei den Bremern aktuell düster aus. Der ausgeliehene Stürmer trifft fast nach Belieben – und stellt Werder damit perspektivisch vor ein Dilemma.

Ein 33-Jähriger ist Werders Mister Unverzichtbar. Das untermauern die Statistiken: Werder steht wettbewerbsübergreifend bei 20 Treffern in neun Spielen. Elf davon schoss Niclas Füllkrug. Damit gehen mehr als die Hälfte aller Bremer Tore auf sein Konto.

Werders Füllkrug ballt die Faust
Füllkrug traf in der Liga gegen Leipzig, Köln, Augsburg, Dortmund, Paderborn und Mainz sowie gegen Lüneburg und den BVB im Pokal. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

In Dortmund kam Füllkrug erst eine halbe Stunde vor Schluss aufs Feld – und schoss Werder mit seinen zwei Toren prompt zurück ins Spiel. Der 24-malige Nationalspieler ist der maßgebliche Grund, warum Werder in dieser Saison den Titel Comeback-Meister trägt: Bei allen fünf Bremer Aufholjagden in dieser Saison traf Retter Füllkrug mindestens einmal.

Für ein Weiterkommen reichten seine Treffer beim 2:3 in Dortmund zwar nicht, dennoch veranschaulichte die Partie einmal mehr, dass es ohne "Lücke" aktuell nicht geht. Das könnte Werder im Saisonverlauf noch auf die Füße fallen, schließlich gibt es keine Garantie dafür, dass er diesen Toretakt beibehält und darüber hinaus ständig fit bleibt.

Video

Bitteres Tor kurz vor Schluss: Werders Pokal-Aus in Dortmund im Video

Inhalt wird nicht abgespielt?

Dieses Audio/Video kann möglicherweise nicht abgespielt werden, da es nur innerhalb Deutschlands abgerufen werden darf. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Bild: dpa | Fotostand / Zeising

Video-Ende

Trotz seiner sehenswerten Torquote saß der 33-jährige Toptorjäger in Dortmund zunächst auf der Bank. Drei Spiele innerhalb anderthalb Wochen wollte und konnte Trainer Daniel Thioune dem in der Vergangenheit verletzungsgeplagten Routinier nicht zumuten.

"Wir müssen die Belastung steuern. Das war heute der Fall – und auch so besprochen", erklärte Thioune im Nachgang Füllkrugs Bankplatz.

Wir sind einvernehmlich aus dem Raum gegangen, dass er in dem Spiel bei Borussia Dortmund nicht startet.

Trainer Thioune zum Gespräch mit Füllkrug

Schon am Wochenende zuvor hatte sich der völlig ausgepowerte Mittelstürmer beim Auswärtsspiel in Mainz darüber geklagt, zu spät ausgewechselt worden zu sein. Bei einer so hohen Intensität, die Trainer Thioune fordert, macht sich sein fortgeschrittenes Fußballeralter eben doch bemerkbar.

Fülle hat in den letzten Wochen unheimlich viel gespielt und auch unheimlich viel in der Defensive mitgearbeitet. Es ist schon wichtig, dass wir ein Stück weit vorsichtig sind und die Belastung steuern.

Clemens Fritz gibt nach dem Spiel in Dortmund ein Interview.
Geschäftsführer Clemens Fritz über Niclas Füllkrug
Werders Itten nimmt den Ball mit der Brust an. Dortmunds Anton befindet sich hinter ihm.
Cedric Itten wartet noch immer auf seinen ersten Treffer im Werder-Trikot. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Statt Füllkrug startete im Pokal Cedric Itten in der Spitze. Der Schweizer, der vor der Saison aus Düsseldorf nach Bremen gewechselt war, blieb aber – so wie der Rest der Bremer Mannschaft im ersten Durchgang – blass. Werders Offensivspiel war in der ersten Halbzeit weitestgehend abgemeldet. Erst mit Füllkrugs Einwechslung ging ein sichtbarer Ruck durchs Team.

Werder ist derzeit abhängig von Füllkrug – vielleicht sogar zu abhängig. Daraus ergibt sich auch mit Blick auf die Zukunft ein Problem. Denn Füllkrug steht nicht bei Werder unter Vertrag, sondern noch immer bei West Ham United. Er ist lediglich ausgeliehen.

Medienberichten zufolge soll Werder allerdings keine vertraglich fixierte Kaufoption haben. Will Werder ihn über die Saison hinweg in Bremen halten, sitzen die Engländer in Sachen Ablöse am längeren Hebel. Die geforderte Summe für den Stürmer dürfte mit jedem geschossenen Tor weiter in die Höhe steigen.

Für die finanziell nicht auf Rosen gebetteten Bremer wird sich die Frage stellen: Können wir es uns leisten, so viel Geld für einen dann 34-Jährigen investieren?

Video

Werder-Coach Thioune: "Die Jungs hätten deutlich mehr verdient gehabt"

Inhalt wird nicht abgespielt?

Dieses Audio/Video kann möglicherweise nicht abgespielt werden, da es nur innerhalb Deutschlands abgerufen werden darf. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Bild: Radio Bremen

Video-Ende

Könnte Ihnen gefallen

BVB-Noten: Vier Stars bekommen eine Zwei – die Lebensversicherung sticht heraus

ikz-online.de vor 2 Stunden