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Joti Chatzialexiou ist neuer Sportvorstand bei Eintracht Frankfurt. Jetzt spricht er erstmals selbst über den Wechsel, der hohe Wellen schlug.
Frankfurt – Joti Chatzialexiou wird neuer Sportvorstand bei Eintracht Frankfurt. Der 50-Jährige tritt die Nachfolge von Markus Krösche an, von dem sich die Eintracht Mitte Oktober einvernehmlich getrennt hatte. Bei den Hessen erhält der Funktionär einen Vertrag bis zum 30. Juni 2030. Offizieller Dienstantritt ist der 1. Februar 2027. Vor dem Gastspiel des 1. FC Nürnberg beim FC St. Pauli äußerte sich Chatzialexiou bei Sky ausführlich zu den Beweggründen für seinen Wechsel.
Für den gebürtigen Frankfurter ist der Schritt ein echtes Herzensanliegen. „Erst mal war es für mich eine emotionale Entscheidung – keine Entscheidung gegen den Club, sondern für meine Familie, für meinen Heimatverein, bei dem ich groß geworden bin“, betonte Chatzialexiou. An den Ort zurückzukehren, an dem er sprichwörtlich „jeden Bürgersteig“ kenne, habe für ihn ein besonderes Gewicht.
„Ich habe acht Jahre in dem Verein gearbeitet und habe noch eine sehr enge Bindung, zu sehr vielen Menschen dort vor Ort. Deswegen ist das für mich schon emotional einfach was Besonderes.“, betonte der Manager. Zwischen 2001 und 2009 hatte er bereits verschiedene Nachwuchsteams am Riederwald trainiert.
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Dass die Einigung mit den Frankfurter Verantwortlichen um Aufsichtsratschef Mathias Beck und Vorstandsboss Axel Hellmann so zügig zustande kam, überraschte selbst den Funktionär: „Ich wurde vor Kurzem angesprochen, hatte dann Gespräche geführt und diese auch sehr transparent in Nürnberg transportiert. Und dann hat es eine Dynamik genommen, wo es sehr schnell ging und wir am Freitag eine Einigung erzielen konnten.“
Chatzialexiou setzte sich bei der Suche nach der Krösche-Nachfolge bei Eintracht Frankfurt gegen Mitbewerber durch. „Vorher waren anscheinend auch andere Kandidaten im Gespräch. Ich kenne die Verantwortlichen in Frankfurt sehr gut. Anscheinend war ich der letzte Ansprechpartner, weil man mich vom Charakter her kennt. Das war ein sehr kurzes Zeitfenster mit einer Riesendynamik, wo man auch ein bisschen überrollt wird, um eine Entscheidung zu treffen.“
Bis zu seinem Amtsantritt in Frankfurt will Chatzialexiou den Übergang beim 1. FC Nürnberg professionell begleiten. Er hält es für „realistisch“, auch die anstehende Wintertransferperiode noch in Nürnberg zu betreuen: „Weil ich es mir auch zutraue und weil ich auch den Verein nicht in einer wichtigen Phase alleine lassen, sondern den Übergang mitgestalten möchte. Man ist auch jetzt in Nürnberg auf der Suche, einen adäquaten Ersatz zu finden und das gut Hand in Hand hinzubekommen.“
Für die Zeit in Nürnberg, wo er gemeinsam mit Trainer Miroslav Klose den Neuaufbau vorantrieb, zeigte sich Chatzialexiou dankbar. Dennoch blickt er nach vorn: „Am Ende wird die Legende auch ohne mich leben. Und wir werden jetzt alles dafür tun, dass wir in den nächsten Wochen erfolgreich sind. Das haben die Fans verdient, das hat der Verein verdient. Dafür werde ich mein letztes Hemd geben. Und wenn ich dann irgendwann mal bei der Eintracht bin, geht‘s da genauso weiter.“ (mbo)