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VfL Bochum überrumpelt Mainz 05 nach starker Leistung, bangt aber um Wittek
Riesige Freude: Mansour Ouro-Tagba liegt dem Torschützen Philipp Hofmann in den Armen.© dpa | Inderlied

Uwe Rösler riss die Arme in die Luft, die Gesänge der Fans wurden immer lauter, das Ruhrstadion verwandelte sich in ein Tollhaus. Der VfL Bochum hat gegen den Bundesligisten Mainz 05 mit einer couragierten Leistung die dicke Überraschung im DFB-Pokal geschafft und zieht durch einen 2:0‑Erfolg ins Achtelfinale ein. Der Sieg durch die Treffer von Christian Rasmussen (46. Spielminute) und Philipp Hofmann (75.) bringt dem Klub mehr als 900.000 Euro ein.

46 Sekunden im zweiten Durchgang waren gespielt, da verwandelte sich das Bochumer Ruhrstadion in ein Tollhaus. Ein langer Ball von Sean Klaiber kam an auf den linken Flügel, wo Gerrit Holtmann direkt weiterspielte. Berkan Taz ließ durch, und Christian Rasmussen traf mit einer Menge Glück zur Führung. Der VfL Bochum schnupperte an der Sensation, die Vorhersage von Uwe Rösler schien einzutreten. „Wir haben eine Chance, wir müssen dran glauben und Glück haben“, sagte der Bochumer Trainer vor dem Spiel. Der Treffer durch Rasmussen, den Kaishu Sano unhaltbar abfälschte, brauchte genau dieses Glück.

VfL Bochum: kompakt und ballsicher gegen Mainz

Den Bochumern dürfte es herzlich egal gewesen sein, denn die Führung war aufgrund der ersten Halbzeit verdient. Rösler hatte seine Mannschaft goldrichtig eingestellt. Philipp Hofmann stand erstmals seit dem 13. Dezember 2025 nicht in die Startelf. Seinen Platz im Sturmzentrum übernahm Rasmussen. Wie schon gegen Wolfsburg stand der VfL sehr kompakt, war aber mehr auf Ballbesitz und einen kontrollierten Spielaufbau bedacht.

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Chancen waren derweil Mangelware – allerdings auf beiden Seiten. Nach 14 Minuten schaltete der VfL erstmals schnell um nach einem Ballgewinn von Mats Pannewig, der direkt auf Berkan Taz weiterspielte. Er sah den durchstartenden Gerrit Holtmann, der den freien Raum nutzte. An seine Hereingabe kam Alexander Schwolow gerade noch ran, weshalb der hereinrutschende Rasmussen den Ball verfehlte.

VfL Bochum: Rösler wechselt mutig

Auf der anderen Seite hatten die Bochumer Glück, nachdem Timo Horn eine von Jae Sung Lee verlängerte Hereingabe noch wegfischte, dabei aber seinem Vordermann Karol Mats den Ball an den Haken faustete. Michael Steinwender rettete auf der Linie zur Ecke. Viel mehr passierte im ersten Durchgang nicht, dafür begann der zweite Durchgang mit dem Rasmussen-Feuerwerk.

Bochum glaubte an sich, Rösler wechselte entsprechend offensiv, brachte Philipp Hofmann und Koji Miyoshi für den Torschützen und den guten Taz. Auch Mansour Ouro-Tagba bekam seine Chance. Und nutzte sie. Der Stürmer tanzte nach 75 Minuten drei Mainzer aus, bediente Jarne Steucker im Strafraum. Der bewies Übersicht und schob rüber auf Hofmann, der das umjubelte 2:0 erzielte.

Verletzungsschock: Maximilian Wittek musste mit einer Kopfverletzung vom Platz gebracht werden.© dpa | Inderlied

Kurz darauf wurde es allerdings ganz leise, als Maximilian Wittek nach einem Kopf-Zusammenprall liegen blieb und mit der Trage vom Feld gebracht werden musste. Die Verletzung dämpfte den Siegestaumel der Bochumer aber nur kurzzeitig. Die Pokalüberraschung wurde ausgiebig gefeiert.

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