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Verletzungen, Krankheiten, Zwischenfälle: Der FC Bayern hat zu kämpfen. Es stellt sich die Frage, wie lange die Rückschläge noch aufgefangen werden können.
München – Die Anzahl der Einschläge, Rückschläge oder Nackenschläge – je nachdem, wie man all die Vorfälle auf und neben dem Platz bezeichnen will – mutet beim FC Bayern aktuell fast surreal an: Jamal Musiala bricht in der Saisonvorbereitung zweimal auf dem Feld zusammen, macht anschließend seine neurologische Dysfunktion öffentlich und zieht sich, als sie wieder unter Kontrolle scheint, einen Muskelfaserriss zu.
Vincent Kompany bricht beim Training der zweiten Mannschaft zusammen und leidet an einer Hirnhautreizung. Joshua Kimmichs Vater verstirbt unerwartet. Manuel Neuer, Luis Díaz, Serge Gnabry, Ismael Saibari und womöglich auch Michael Olise und Jonas Urbig verletzen sich. Und all das passiert innerhalb kürzester Zeit.
Sportlich hat der FC Bayern diese Rückschläge bisher in beeindruckender Art und Weise aufgefangen. Zwar spielte der Verein in dieser Saison schon viermal unentschieden, verlor aber keine einzige Partie. Und die Spiele gegen Schalke und Augsburg hätte man angesichts der klaren Überlegenheit bei den Torchancen in neun von zehn Fällen gewinnen müssen. Auch das Unentschieden gegen Dortmund kam sehr unglücklich zustande. Nur das 3:3 gegen Viking Stavanger war auch sportlich verdient.
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Das Narrativ lautete bisher: Der FC Bayern ist der Bundesliga dermaßen enteilt, dass er trotz all dieser Widerstände souverän zur Meisterschaft marschiert. Als Symbolpartie diente der 3:1-Sieg in Freiburg, und daran hat auch das Unentschieden gegen Dortmund nichts geändert. Auch wenn man weiter punktgleich mit dem BVB ist, zweifelt niemand an der Meisterschaft.
In der Champions League ist die Lage anders: Das Verpassen der ersten Acht ist ein reales Risiko, sollte man gegen Atlético Madrid (TV-Infos hier) Punkte lassen. Und jede schlechtere Platzierung bedeutet weniger Heimrecht in den Rückspielen der K.-o.-Phase – was letztes Jahr ein großer Trumpf war. Der Druck ist daher groß. Den ist man beim FC Bayern zwar gewohnt, die aktuelle Häufung an Rückschlägen aber nicht – sie sind kaum aufzufangen.