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Erfolgsserie geht weiter: Hertha lässt sich auch von Reeses Wolfsburgern nicht stoppen

Elftes Spiel, zehnter Sieg: Die Zweitliga-Überflieger von Hertha BSC bezwingen auch Aufstiegsfavorit VfL Wolfsburg. Sie profitieren von einem Platzverweis und Reeses Schusspech.

Die Fans von Hertha BSC haben ihren neuen Lieblingsgesang von "100 Punkten" und einer ungeschlagenen Hertha auch am 11. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga lautstark zelebriert. Der verblüffende Lauf der Berliner ging gegen den VfL Wolfsburg weiter, die Hertha gewann 2:1 (2:0). Nach dem zehnten Saisonsieg hat sie satte acht Punkte mehr auf dem Konto als der eigentliche Aufstiegsfavorit aus Wolfsburg.

Nach einer Roten Karte wegen Notbremse gegen VfL-Verteidiger Cleiton (22. Minute) spielte Berlin lange in Überzahl und nutzte dies für die Tore von Oluwaseun Adewumi (44.) und Deyovaisio Zeefuik (45.+2). Wolfsburg kam noch zum Anschlusstreffer durch Kento Shiogai (47.) und hielt die Partie im zweiten Durchgang bis zur letzten Sekunde spannend, konnte die zweite Saisonniederlage aber nicht mehr verhindern.

Reese an die Querlatte

Vor der Partie war vor allem über die Rückkehr von Fabian Reese ins Berliner Olympiastadion gesprochen worden, und der Neu-Wolfsburger machte auch direkt auf sich aufmerksam. Schon nach 31 Sekunden nahm er den ersten Schuss, nach nicht einmal zwei Minuten traf er aus 18 Metern satt die Querlatte.

Fabian Reese schießt auf das Herthaner Tor

Fabian Reese schießt auf das Herthaner Tor

Wie erwartet wurde Reese vor 70.928 Zuschauern bei jedem Ballkontakt lautstark ausgepfiffen, aber das ist er schon aus anderen Stadien gewohnt. Auch jenseits von Berlin nimmt man Reese den Wechsel zum Werksklub aus Wolfsburg übel, nachdem er zuvor immer wieder seine starke Verbundenheit mit der Hertha ausgedrückt hatte.

Dass auch Hertha BSC diesen Wechsel wollte und von ihm profitierte, spielt für viele offenbar keine Rolle. Der Klub nahm viel Geld ein und eilt ohne Reese überraschend von Erfolg zu Erfolg. Auch gegen Wolfsburg zeigten die Berliner schnell ihre Qualitäten und ihr Selbstvertrauen, auch in der 20. Minute.

VAR verlegt Ort des Vergehens

Da hatte Innenverteidiger Niklas Kolbe seinen großen Auftritt. In der eigenen Hälfte ließ er Alexander Bernhardsson ins Leere laufen und spielte dann einen Traumpass in den Lauf von Sebastian Grönning. Der Berliner Mittelstürmer lief frei aufs Tor zu und wurde von Cleiton ungeschickt zu Fall gebracht.

Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck entschied zunächst auf Elfmeter und Gelb. Video-Assistent Nicolas Winter funkte ihm jedoch durch, dass das Foul außerhalb des Strafraums stattgefunden hatte. Also gab es Freistoß und Rot für Cleiton.

Schiedsrichter Dr. Matthias Jöllenbeck zeigt Wolfsburgs Cleiton die rote Karte

Schiedsrichter Jöllenbeck zeigt Cleiton die rote Karte

Doppelschlag vor der Pause

Obwohl der folgende abgefälschte Freistoß von Brekalo nichts einbrachte, war dies für die Wolfsburger die schlechtere Variante. Spätestens in Überzahl übernahm die Hertha die volle Kontrolle. Beim Schuss aus spitzem Winkel von Mads Pedersen verhinderten noch das Knie von Torwart Timon Wellenreuther und der Außenpfosten den Gegentreffer (42.). Doch kurz darauf war Wellenreuther machtlos.

Eine abgefälschte Flanke von Brekalo landete bei Adewumi, der aus der Drehung aus zwölf Metern leicht abgefälscht zur Führung traf. Kurz darauf verloren Maximilian Arnold und Reese den Ball im Spielaufbau und Zeefuik, für Eitschberger in die Startelf gerückt, schoss resolut ins linke Eck.

Shiogai sorgt für Spannung

Diese zwei Treffer kurz vor dem Seitenwechsel wirkten schon fast wie eine Vorentscheidung, aber Wolfsburg sendete unmittelbar nach der Pause ein Lebenszeichen. Der gerade für Arnold eingewechselte Shiogai verschaffte sich im Strafraum mit einem klugen ersten Ballkontakt Platz und traf in die rechte Ecke.

Kurz darauf vergab Berlins Paul Seguin eine Riesenchance gegen seinen Ausbildungsklub. Im Anschluss blieben die Berliner das spielbestimmende Team, aber Wolfsburg hielt gut dagegen und wirkte jederzeit in der Lage, eine weiteres Mal zu treffen. So blieb die Partie spannend.

Kein Elfmeter für Shiogai

Daran hatte auch Wolfsburgs Sael Kumbedi seinen Anteil. In der 78. Minute entschärfte er eine Berliner Riesenchance bei einer Hereingabe von Adewumi im letzten Moment.

In der Nachspielzeit hatte die Hertha dann noch großes Glück, als Schiedsrichter Jöllenbeck Shiogai einen Elfmeter verweigerte, obwohl dieser von Kolbe am Unterschenkel getroffen worden war. Auch dem Video-Assistenten reichte der Kontakt nicht, um Jöllenbeck an den Bildschirm zu schicken.

Hertha in Cottbus, Wolfsburg gegen Kiel

Nach der Länderspielpause tritt die Hertha am Sonntagmittag (22. November, 13:30 Uhr) bei Energie Cottbus an. Wolfsburg empfängt am Samstagmittag Holstein Kiel (13 Uhr).

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