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Im letzten Drittel: Wild Wings gewinnen das Derby in Mannheim mit 2:1
v.li.sArkadiusz Dziambor (Wild Wings Schwenningen, #16), Maximilian Heim (Adler Mannheim, #86) GER / Adler Mannheim - Wild Wings Schwennigen / DEL / 10.Spieltag / Saison 2026/2027 / 18.10.2026 Foto: Eibner-Pressefoto/Joerg Hirsch (Foto: Eibner-Pressefoto/Hirsch)

Der kanadische Verteidiger Alex Peters musste überzählig bei den Gästen draußen bleiben. Dominik Bittner, der logischerweise wenig begeistert ist, bereits mehrfach draußen bleiben zu müssen, rutschte wieder ins Team. Der junge Simon Wolf rückte für Stammgoalie Joacim Eriksson zwischen die Pfosten, die Schwäne spielten also nur mit sechs Ausländern. Und der SERC versuchte es nach den Ausfällen von Phil Hungerecker, Reed Lebster und Vadim Schreiner mit zwei nominellen Verteidigern im Sturm. Aus Ravensburg wurde der junge Niklas Hempel beordert, er durfte gleich in der ersten Reihe mit Kapitän Kyle Platzer und Nationalstürmer Alexander Karachun auflaufen. Niklas Hübner stürmte mit Eric Cornel und Sebastian Uvira.

Viel Arbeit für die Schwäne

Wolf stand sofort Blickpunkt. Dann konnte sich Schwenningen allmählich befreien, Uvira kam aber nicht erfolgreich zum Abschluss. Mannheim blieb spielbestimmend. Die Schwäne kamen aber zu Kontern, Boaz Bassen scheiterte an Adler-Keeper Maximilian Franzreb (16. Minute). Hakon Hänelt holte dann eine Strafe raus. Die Wild Wings durften in Überzahl ran. Doch das Powerplay der Schwäne war gewohnt schwach.

Zu Beginn des zweiten Drittels lief Alexander Ehl auf Wolf, der parierte aber. SERC-Verteidiger Thomas Schemitsch kassierte eine Zweiminutenstrafe. Die Adler agierten in Überzahl jedoch zu ungeduldig. Bei fünf gegen fünf Feldspieler scheiterte Marc Michaelis an Wolf. Zum Ende des Mittelabschnittes kamen die Wild Wings durch Schemitsch, Philip Feist und Bode Wilde zu weiteren Chancen, brachten die Scheibe aber nicht unter. „Wir müssen weiter hart arbeiten, Leute vor den gegnerischen Kasten bringen, hoffen auch mal ein dreckiges Tor zu schießen“, sagte SERC-Stürmer Eric Cornel nach der zweiten Drittelsirene.

Michaelis: „So ist der Sport“

Schwenningen bekam im finalen Drittel ein Powerplay, das aber wieder mal nichts einbrachte. Es folgte ein Überzahlspiel für die Mannheimer, welches aber auch nicht überzeugte: Nicolas Mattinen hatte nur das Außennetz des Schwenninger Gehäuses getroffen. Dann ging der Außenseiter in Führung. Mirko Höfflin hatte einen Schuss von Arkadiuz Dziambor unhaltbar abgefälscht. Und es kam noch besser für die Gäste vom Neckarursprung. In der 54. Minute besorgte Philip Feist die 2:0-Führung.

Adler-Trainer Dallas Eakins zog bereits knapp von Minuten vor Schluss seinen Torwart. 58 Sekunden vor Schluss vermochte Luke Esposito an seinem 33. Geburtstag das Anschlusstor. Doch mehr gelang dem Favoriten nicht. Adler-Stürmer Michaelis wirkte nach der Partie konsterniert: „So ist der Sport. Viel haben wir uns nicht vorzuwerfen, vielleicht waren wir in der ein oder anderen Szene zu ungeduldig.“ Der Schwenninger Torwart Wolf strahlte hingegen: „Die drei Punkte sind wichtiger als ein Shut-out. Wir haben endlich mal über 60 Minuten gutes Eishockey gezeigt. Wir haben die Mitte vor der eigenen Zone sehr gut weggenommen.“

Die Wild Wings gaben die Rote Laterne an die Iserlohn Roosters ab. Bereits am Dienstag (19.30 Uhr) gastieren die Schwenninger Kufencracks bei den Kölner Haien und wollen nachlegen.