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Ein Stadion voller Trauer: Bei der Gedenkfeier für Jesús de Miguel kämpft der Kapitän immer wieder mit den Tränen. Fans rufen den Namen ihres Lieblings.
Bewegende Szenen auf Teneriffa: Mit Tränen, Sprechchören und stehenden Ovationen haben Fans, Mitspieler und prominente Gäste Abschied vom verstorbenen Fußball-Profi Jesús de Miguel genommen. Der Angreifer des spanischen Zweitligisten CD Teneriffa war nach einem Zusammenstoß auf dem Spielfeld im Alter von nur 30 Jahren gestorben.
Knapp 100 Minuten dauerte die Gedenkfeier im Heliodoro-Rodríguez-López-Stadion. Auf dem Rasen stand Mannschaftskapitän Enric Gallego, der bei seiner Rede immer wieder um Fassung rang. Hinter ihm hing eine riesige Fahne mit dem Gesicht seines verstorbenen Mitspielers.
Mehrfach musste Gallego seine Rede unterbrechen, weil ihm die Tränen kamen. Immer wieder wandte er sich direkt an de Miguels Partnerin María und dessen Tochter Carla. Die Zuschauer erhoben sich und würdigten seine Worte mit stehenden Ovationen.
Auch Klubpräsident Felipe Miñambres kämpfte bei seiner Ansprache mit den Emotionen. Unter den Trauergästen befand sich zudem Emilio Butragueño, der frühere Weltklasse-Stürmer von Real Madrid.
Die Mannschaft des CD Teneriffa erschien vollständig in Schwarz. Immer wieder hallte der Name Jesús de Miguel durch das Stadion. Fans gedachten ihres verstorbenen Lieblings mit Sprechchören. Während der Schweigeminute und beim Abspielen der Vereinshymne hatten viele Zuschauer Tränen in den Augen.
Der 30-jährige Angreifer hatte sich am Montag beim Liga-Heimspiel gegen den FC Andorra schwer verletzt. In der Nachspielzeit war er mit dem gegnerischen Torwart zusammengestoßen und hatte dabei schwere Verletzungen sowie einen Herzstillstand erlitten.
De Miguel wurde ins Krankenhaus gebracht, starb dort jedoch am Dienstagmorgen.
Bereits am Donnerstag hatte in Navahermosa in der Provinz Toledo, südwestlich von Madrid, eine Trauerfeier stattgefunden. Dort hatten Familie, Freunde und Vertreter des spanischen Fußballs Abschied von dem verstorbenen Stürmer genommen. (dpa/mp)