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Vom Stand in den Wald: Jugendliche sammeln neue Erfahrungen beim Wurfscheibenschießen
Im Wald auf der Schießanlage des Wurfscheibenclubs Thannhausen bekam die Jugendgruppe des Schützengaues Krumbach ein Schnuppertraining. Foto: Ramona Burghard (Gau Krumbach)

Der Wurfscheibenclub Thannhausen zeichnet sich schon seit Jahren durch gute Platzierungen bei bayerischen und deutschen Meisterschaften aus. Jetzt öffnete der Verein seinen Schießstand zu einem Schnuppertraining für eine Jugendgruppe des Schützengaus Krumbach mit 13 Jugendlichen im Alter von 14 bis 19 Jahren sowie fünf erwachsenen Betreuern aus fünf Vereinen des Gaues. Der Wurfscheibenclub wollte Nachwuchs gewinnen. Also dachte sich die Gaujugendleitung von Krumbach: warum den Jugendlichen nicht etwas zeigen, das vom normalen Vereinstraining abweicht?

Die Unterschiede zeigten sich bereits bei der Trainingsanlage. Ben und Max vom SV Bleichen erzählen: „Wir waren überrascht, dass der Schießstand so abgelegen im Wald liegt. Es ist ein überdachter Freiluftstand, der aber den Wetterbedingungen ausgesetzt ist, im Gegensatz zu unserem bekannten, geschlossenen Luftgewehrschießstand.“ Schließlich finden alle Wettkämpfe im Wurfscheibenschießen im Freien statt und dauern meist den ganzen Tag.

Wurfscheibenschießen fordert Reaktionsvermögen und Konzentration

Der größte Unterschied ist aber, dass die Wurfscheibe nicht einfach stehen bleibt, sondern sich mit 30 Metern pro Sekunde durch die Luft bewegt. Deshalb sind in dieser Disziplin nicht nur ein gutes Auge und eine ruhige Hand gefragt. Es kommt vor allem auf Reaktionsvermögen, Konzentration und das richtige Timing an.

Auch die technischen Abläufe unterscheiden sich deutlich vom Training mit Luftdruckwaffen. Milena Botzenhart vom SV Breitenthal erzählt: „Beim Luftgewehrschießen stehen die Füße parallel und man nimmt eine aufrechte Haltung ein. Außerdem stützt man sich im Hüftbereich ab, um ein Zittern möglichst zu vermeiden. Beim Wurfscheibenschießen hingegen ist der Oberkörper nach vorne gebeugt und das Gewicht liegt verstärkt auf dem vorderen Bein, um den Rückstoß besser abzufangen.“

WTC Thannhausen führt Jungschützen an Wurfscheiben heran

Die Betreuer der Jungschützen waren Karl-Heinz Peragovics, Vorsitzender des WTC Thannhausen und Wurfscheiben-Referent des Gaues, sowie die Schriftführerin Claudia Hollinger und der zukünftige Jugendleiter Marcel Kullmann. Nach der Besichtigung des Schießstandes durften die Jungschützen mit historischen Vorderladerflinten erste Schüsse ausprobieren. Nach einer Stärkung im Vereinsheim konnte jeder mit Bockdoppelflinten versuchen, die fliegenden Wurfscheiben zu treffen. Nach jedem Schuss gaben die drei Betreuer jedem Schützen in der Gruppe individuelle Tipps, was verbessert werden könnte. Die Jugendlichen waren davon so begeistert, dass viele auch nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung – sie dauerte von neun bis 13 Uhr – freiwillig weiter üben wollten.

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