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"Kein Problem": Lewis Hamilton kontert heftige Kritik am Circuit of The Americas
"Kein Problem": Lewis Hamilton kontert heftige Kritik am Circuit of The Americas

Der Zustand des Circuit of The Americas in Austin, auf dem seit 2012 der Große Preis der USA ausgetragen wird, sorgt derzeit für hitzige Diskussionen in der Formel 1: Einige Piloten bezeichneten die Strecke als "inakzeptabel", Max Verstappen wandte sich sogar direkt an Streckenchef Bobby Epstein.

Das Problem liegt im Untergrund: Die Rennstrecke wurde auf lehmhaltigem Boden gebaut, der sich je nach Wetterlage ausdehnt und wieder zusammenzieht. Die Folge sind massive Bodenwellen im Streckenbelag. Mehrere Piloten greifen deshalb sogar vorsorglich zu Schmerztabletten und fürchten sich um Probleme mit der Bandscheibe.

Ferrari-Pilot Lewis Hamilton kann die Aufregung dagegen nicht nachvollziehen. "Also, es ist zwar holprig, aber für mich ist es in Ordnung", erklärt der 41-jährige Brite, der zu den ältesten Fahrern im Formel-1-Starterfeld gehört. "Ich habe keine Probleme damit."

Der siebenmalige Weltmeister geht sogar noch einen Schritt weiter und sieht in den Unebenheiten einen Vorteil. "Ich persönlich mag die Bodenwellen sogar", meint Hamilton. "Sie verleihen der Strecke Charakter. Ich liebe diese Herausforderung. Das Auto bewegt sich, und man muss ständig korrigierend eingreifen."

Bodenwellen sind für Hamilton "überhaupt kein Problem"

"In einer perfekten Welt wäre die Strecke natürlich topfeben, aber dann würde ihr der Charakter fehlen", ergänzt der Ferrari-Pilot. "Genau das macht diese Strecke so besonders. Das Layout ist ohnehin schon großartig, aber die Bodenwellen geben ihr das gewisse Extra."

Besonders im Fokus der Kritik stand zuletzt die erste Kurve, wo sich eine ausgeprägte Bodenwelle in der Anbremszone befindet. Hamilton sieht darin allerdings keinen Grund zur Sorge. Das sei "für uns überhaupt kein Problem", kontert der Ferrari-Pilot. "Normalerweise sind es eher Kurve 19 oder Kurve 9, wo es etwas holpriger ist."

Auch sein Alter spielt für den Briten offenbar keine Rolle, denn in wenigen Monaten wird Hamilton bereits 42 Jahre alt. "Alle sitzen im selben Boot. Ich finde es nicht schlimm", stellt er klar. "Und meinem Nacken und meinem Rücken geht es gut."

Hamilton: CoTA ist "eine der besten Strecken überhaupt"

Nicht nur die Bodenwellen, auch die Kritik am neuen Gebäude in der ersten Kurve kann Hamilton nicht nachvollziehen. Dort ist der Paddock Club untergebracht. "Es ist so einfach, immer nur negativ zu sein", ärgert sich der Formel-1-Pilot. "Letztendlich ist es ein unglaubliches Bauwerk. Der Lift, der dorthin führt, ist wirklich phänomenal."

Auch die veränderte Aussicht bewertet Hamilton positiv. "Der Blick ist jetzt ein anderer als früher, denn früher sah man dort nur Wolken und die Flagge. Die Flagge gibt es zwar immer noch, aber ehrlich gesagt fällt sie mir gar nicht mehr auf." Das Gebäude sei aber "wahrscheinlich einer der großartigsten Orte, um das Rennen zu verfolgen."

"Was Bobby Epstein (Streckenchef; Anm. d. Red.) und sein Team hier auf die Beine gestellt haben", lobt Hamilton. "Wenn man sich das gesamte Gelände ansieht - die Kirmes, die Bühne für die Auftritte -, dann ist das eine unglaubliche Rennstrecke. Ich halte sie insgesamt für eine der besten Strecken überhaupt."

Lewis Hamilton lädt Kinder nach Austin ein

Neben dem Streckenlayout hebt Hamilton vor allem die Infrastruktur und die Organisation hervor. Auch Sauberkeit sowie Anreise und Zugang zum Gelände überzeugen ihn. "Die Tribünen, das gesamte Fahrerlager-Umfeld - für mich gehört das zu den besten überhaupt", ergänzt der Ferrari-Pilot. Ganz unbefangen ist seine Einschätzung allerdings nicht.

Schließlich arbeitet Hamilton bereits seit einigen Jahren mit Streckenchef Epstein zusammen. Dabei geht es auch um soziale Projekte seiner eigenen Stiftung Mission 44, die sich für mehr Chancengleichheit, Vielfalt und Inklusion einsetzt. "Bobby ist großartig darin, uns die Zusammenarbeit mit 'Mission 44' zu ermöglichen und Kinder einzuladen", meint Hamilton.

"In den letzten fünf Jahren haben wir viele Kinder aus dem jeweiligen Bundesstaat hierher gebracht. Sie konnten vorbeikommen und mit Ingenieuren sprechen", berichtet der Brite, der auch in diesem Jahr zahlreiche Kinder an die Formel-1-Rennstrecke gebracht hat.

Dabei verfolgt Hamilton ein klares Ziel: "Wir möchten die Kinder wirklich inspirieren", sagt der Ferrari-Pilot. "Wir brauchen mehr Rennstrecken, die dazu bereit sind, so etwas zu unterstützen."

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