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Ein Spiel auch gegen die Fans – der VfB Stuttgart bei seiner Niederlage bei Galatasaray Istanbul

Oft ausgepfiffen, immer wieder aufgestanden – und trotzdem verloren: Der VfB Stuttgart kämpft in der Champions League bei Galatasaray Istanbul mit vielen Widerständen und schlechtem Timing.  

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Die VfB-STartelf in Istanbul mit Torhüter Fabian Bredlow (hinten links)  | Foto: Mustafa Alkac (dpa)
Die VfB-STartelf in Istanbul mit Torhüter Fabian Bredlow (hinten links) Foto: Mustafa Alkac (dpa)

Der harte Stuttgarter Kampf im Hexenkessel von Istanbul hinterließ seine Spuren. Torhüter Fabian Bredlow äußerte einen pikanten Pfiffe-Verdacht und Kapitän Deniz Undav gab sich trotz der 0:2-Niederlage des Fußball-Bundesligisten bei Galatasaray trotzig: "Wir haben gekämpft, wir haben gearbeitet, wir haben alles versucht, wir haben alles reingeworfen. Hat heute leider nicht geklappt."

Für den VfB, der weiter bei sieben Punkten steht, war es im vierten Spiel dieser Champions-League-Ligaphase die erste Niederlage. Die hitzige Atmosphäre sei dafür aber nicht verantwortlich gewesen, befand Sportvorstand Fabian Wohlgemuth: "Also ich musste mir die Ohren nicht zuhalten." Vielmehr sei es motivierend gewesen, "und wir haben es alle vertragen und ausgehalten und sind weiterhin gesund".

Bredlow: "Da stimmt doch was nicht"

Bredlow irritierte das teils extrem laute Pfeifkonzert der rund 50.000 Heim-Fans schon mehr. Es sei schwer gewesen zu kommunizieren, "weil es schon eine ungewohnte Lautstärke ist, vor allem durch die Pfiffe", stellte der 31-Jährige fest und ergänzte: "Ich weiß ja auch nicht, ob die alle so von Menschen erzeugt wurden. Vor allem, wenn gesungen wurde und auf einmal Pfiffe kamen, dachte ich mir: Da stimmt doch was nicht."

Bereits vor der Partie hatte ein Zwischenfall für Aufregung in der Pfeifkonzert-Debatte gesorgt. Die Social-Media-Abteilung der Stuttgarter veröffentlichte ein Bild von einer Lautsprecheranlage im Stadion, versehen mit drei Grübel-Emojis. Dies fassten manche Galatasaray-Anhänger als Provokation auf. Nach teils heftigen Fan-Reaktionen löschte der VfB den Beitrag und bat um Entschuldigung, die Galatasaray annahm.

Undav: "Juckt mich gar nicht"

Der mit dem Bredlow-Verdacht konfrontierte Undav konnte mit der Debatte wenig anfangen: "Juckt mich gar nicht", sagte der Stürmer, der bei einer Rudelbildung sofort mitgemischt hatte: "Direkt da sein, anheizen, so was ist immer gut." Er sei stolz darauf, "dass wir hier gegengehalten haben." Ein wenig habe das Glück gefehlt, um einen Punkt mitzunehmen. "Wir haben viele Chancen gehabt und können auf der Leistung aufbauen."