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DFB geht leer aus: Mancini holt begehrten Hoffnungsträger in Italiens A-Team

Der DFB muss im Kampf um einen Hoffnungsträger eine Niederlage einstecken und Italien gratulieren.

Italiens Nationaltrainer Roberto Mancini | Jennifer Lorenzini/GettyImages

Die italienische und die deutsche Nationalmannschaft eint zum einen das internationale Standing im Weltfußball, zum anderen durchlaufen beide Nationen derzeit aber auch einen Umbruch und haben sportliche Schwierigkeiten, den großen Ansprüchen gerecht zu werden.

In diesem Zuge des Neuaufbaus liegt der Fokus natürlich auch auf hoffnungsvollen Nachwuchsstars, die dabei helfen sollen, künftig wieder bei der Vergabe von Titeln und Triumphen mitreden zu können. Besonders interessant wird es, wenn Akteure für beide Nationen auflaufen können.

Und genau bei einem solchen haben die Italiener unter Nationaltrainer Roberto Mancini nun einen Punktgewinn gegen Bundestrainer Jürgen Klopp und den DFB erzielt.

Mancini holt gebürtigen Berliner Matteo Palma ins Nationalteam

Während das Tauziehen um Sturmhoffnung Nicolo Tresoldi noch andauert und eine Entscheidung des Angreifers, für welches Land er künftig auf Torejagd gehen will, noch aussteht, ist die Entscheidung bei Abwehrjuwel Matteo Palma bereits gefallen.

Matteo Palma im Duell mit Akor Adams von Venedig | Image Photo Agency/GettyImages

Das Innenverteidiger-Juwel von Udinese Calcio wurde am gestrigen Samstag vom italienischen Nationaltrainer für die Nations League-Duelle der Squadra Azzurra gegen Frankreich und Belgien nachnominiert und dürfte zu seinem Debüt für die italienische A-Elf kommen. Der 18-Jährige erhält den Kaderplatz von Gianluca Mancini von der AS Rom, der seine Teilnahme absagen musste.

Damit wäre dieses Rennen um einen Hoffnungsträger, mit der Mögichkeit für beide Nationen aufzulaufen, also zugunsten der Italiener entschieden.

Die FIFA stimmte dem Verbandswechsel des 18-Jährigen zuvor noch zu, nachdem Palma seine Entscheidung zuletzt lange offen hielt, für welche Nation er künftig spielen möchte.

Der 18-jährige gebürtige Berliner, der im Sommer 2022 aus der Jugend von Hertha BSC zu Udinese Calcio in Italien gewechselt war und sich im vergangenen Sommer nach seiner zwischenzeitlichen Leihe zu Sampdoria Genua erfolgreich zurückgemeldet hatte, kommt im bisherigen Saisonverlauf der Serie A auf sechs Einsätze im italienischen Oberhaus.

Matteo Palma musste sich nach dem ersten Spieltag vier Spieltage lang gedulden, bevor er am 18. Oktober gegen Lecce sein Comeback gab und 45 Minuten spielen durfte. Seitdem stand er immer in der Startelf von Udinese und spielte über die gesamte Spieldauer.

DFB mit Niederlage bei Palma - Hoffen auf Tresoldi geht weiter

Zuletzt konnte das ehemalige Hertha-Juwel seinen Marktwert auf acht Millionen Euro steigern und galt auch beim DFB als großer Hoffnungsträger. Der ehemalige U-Nationalspieler des DFB hätte allerdings auch für Österreich spielen können. Noch im Januar erklärte Matteo Palma gegenüber der Bild: "Ich fühle mich beim DFB super, kann aber natürlich noch nicht sagen, was die nächsten Jahre bringen werden."

Matteo Palma (hier in der U17 des DFB) wird in Zukunft nicht für den DFB sondern Italien auflaufen | Christian Kaspar-Bartke/GettyImages

Palma ist der Sohn einer deutschen Mutter und eines Vaters italienischer Herkunft mit österreichischen Wurzeln.

Beim DFB besteht nun die Hoffnung, mit Nicolo Tresoldi zumindest einen Erfolg zu landen und den Torjäger von Club Brügge für sich zu gewinnen. Dann hätten Mancini und Italien das Nachsehen.

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