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Alexander Zverev steht vor einem Meilenstein seiner Karriere. Der deutsche Tennisstar wird erstmals an die Spitze der Weltrangliste rücken. Für die Kritiker an seinem Ranking hat er deutliche Worte.
Alexander Zverev wird am Montag erstmals die Nummer eins der Tennis-Welt sein. Mit seinem Sieg gegen Tallon Griekspoor im Achtelfinale beim ATP-Turnier in Wien überholte der Hamburger den bislang führenden Jannik Sinner in der Live-Weltrangliste und löst den Italiener an der Spitze ab.
Mögliche Kritik an seinem Aufstieg wegen der Verletzungen von Jannik Sinner und Carlos Alcaraz in diesem Jahr kontert Zverev: „Viele Menschen können sagen, dass ich nur wegen der Verletzungen von Sinner und Alcaraz die Nummer eins geworden bin – aber körperliche Fitness und Gesundheit sind ein integraler Bestandteil des Sports.“
Der 29-Jährige räumte mit Blick auf den bis Montag noch Weltranglistenersten Sinner aber auch ein: „Als Jannik gesund war, war er der beste Spieler der Welt, daran gibt es keinen Zweifel. Ich wäre ein Idiot, wenn ich behaupten würde, damals genauso gut gewesen zu sein wie er.“
Sinner hat gegen Zverev zehn Partien in Folge gewonnen. Selbst in Zverevs starkem Jahr 2026 gewann der Südtiroler alle fünf Duelle mit dem Deutschen, drei davon sehr deutlich. Lediglich im Wimbledon-Finale schaffte es Zverev, seinem Gegner einen Satz abzunehmen und agierte dort lange Zeit auf Augenhöhe.
Als entscheidenden Faktor für das Nummer-1-Ranking sieht Zverev seine konstanten Saisonleistungen. „Ich denke aber, dass ich die beste Saison gespielt habe, auch wenn ich ihn nicht geschlagen habe“, erklärte der Deutsche.
Um Verletzungen vorzubeugen, absolviere er in der Vorbereitung täglich fünf bis sechs Stunden Athletiktraining und deutlich weniger reine Arbeit mit Tennisschläger und Ball.
Sinner hatte seine Saison Anfang Oktober nach einer Knieverletzung offiziell vorzeitig beendet. Der Italiener bestritt seit seinem Wimbledon-Triumph im Juli kein einziges Turnier mehr. Auch der Spanier Carlos Alcaraz verpasste zahlreiche Turniere, er laborierte wochenlang an einer Verletzung am rechten Handgelenk.
Durch den Ausfall seiner größten Konkurrenten eröffnete sich für Zverev die Chance auf die Spitzenposition, die er nun erstmals in seiner Karriere einnimmt.
Zverev ist erst der 30. Weltranglistenerste der ATP-Geschichte und der erste Deutsche seit Boris Becker 1991. Dem 29-Jährigen sind mindestens 13 Wochen auf dem Tennisthron sicher – dadurch wird Zverev auch den deutschen Rekord von Becker als längste amtierende Nummer eins brechen. Becker stand insgesamt zwölf Wochen auf der 1.
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