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Laura Freigangs Tränen nach dem Länderspiel gegen Japan sorgten für Aufsehen. Zurück bei Eintracht Frankfurt strahlt die Angreiferin schon wieder. Pünktlich zum Verfolgerduell in Leverkusen.
Es war ein Bild, wie man es nicht alle Tage auf dem Fußballplatz sieht. Nach dem 2:1-Sieg gegen Japan jubelten die deutschen Fußballerinnen am Dienstagabend vor ihren Fans, die Stimmung war ausgelassen. Doch mittendrin stand Laura Freigang von Eintracht Frankfurt – und vergoss bittere Tränen. Zahlreiche Mitspielerinnen kamen, um sie zu trösten, doch die Tränen flossen auch dann noch, als Freigang in die Kabine ging.
Geäußert hat sich die 28-Jährige bislang nicht zu ihrem Gefühlsausbruch. Wie die Bild schrieb, flossen die Tränen aufgrund ihrer Nichtberücksichtigung in der Nationalmannschaft, nicht etwa wegen der drohenden Dopingsperre.
Das bestätigte auch ihr Trainer Niko Arnautis am Donnerstag auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Leverkusen (Samstag, 14 Uhr). "Es gab keine anderen Gründe", so Arnautis. "Auf dem Platz kommen auch mal Emotionen hoch. Es war eine schöne Atmosphäre, vielleicht hat sie sich gewünscht, mehr zu spielen. Emotionen gehören dazu, wenn sie mal in Form von Tränen gezeigt werden, ist das doch sympathisch."
Gegen Japan blieb Freigang über 90 Minuten auf der Bank, zuvor gegen Australien durfte sie gerade acht Minuten spielen, und dass die Frankfurter Top-Scorerin (acht Tore in zwölf Spielen) bei Bundestrainer Christian Wück eine derart untergeordnete Rolle spielt, überrascht dann doch.
"Das ist eine Entscheidung des Bundestrainers, wen er aufstellt", erklärte Arnautis, der jedoch zugleich eine Lanze für seine Stürmerin brach: "Laura liefert Argumente im Verein. Wir sind total glücklich, wie sie bei uns performt, wie sie sich entwickelt hat als Persönlichkeit und als ein Gesicht bei der Eintracht oder auch in Deutschland."
Und so wird der Verein aktuell zur Wohlfühloase für Freigang, Spielminuten und Standing als Balsam für die Seele, denn hier ist ihr der Einsatz garantiert. Zumal in einem so wichtigen Spiel wie jenem am Samstag, wenn die drittplatzierten Hessinnen zum Vierten aus Leverkusen reisen. Mit einem Sieg könnte die Eintracht den Verfolger bereits auf fünf Punkte distanzieren, mit einer Niederlage jedoch ist Rang drei futsch.
Ein echtes Verfolgerduell also, ein Sechs-Punkte-Spiel gegen einen starken Kontrahenten. "Das ist ein ernstzunehmender Gegner mit viel Qualität und einer intensiven Spielweise. Ich erwarte viele hitzige Duelle", warnte Arnautis.
Da kommt eine wie Freigang, mit all ihrer Erfahrung, gerade recht. Zumal die Enttäuschung über die dürftigen Einsatzminuten in der Länderspielpause passé ist, glaubt man Arnautis. Zurück in Frankfurt gehe es Freigang "wirklich gut. Sie war heute auf dem Platz und hat gestrahlt. Sie ist aufgeräumt und motiviert. Deswegen gibt es keinen Grund zur Sorge." Und wer weiß, vielleicht gibt es ja nach Abpfiff dann ein paar Freudentränen.