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Sonderlob nach dem Klassiker: BVB-Boss feiert heimlichen Gewinner

In München wusste Jobe Bellingham vor allem auch offensiv zu überzeugen. Geht er als großer BVB-Gewinner aus dem Klassiker hervor?

Jobe Bellingham im Einsatz gegen den FC Bayern | Stefan Matzke - sampics/GettyImages

Mit dem 2:2-Unentschieden konnte Borussia Dortmund augenscheinlich deutlich besser leben als der FC Bayern. Was einerseits natürlich am späten Ausgleich der Gäste aus dem Ruhrgebiet lag, bezog sich andererseits aber auch auf eine zumindest kleine Belohnung für einen souveränen Auftritt in München.

Und obwohl mit Serhou Guirassy und Fabio Silva die beiden Angreifer als Torschützen im Fokus standen, so lag auch ein besonderes Augenmerk auf Jobe Bellingham. Abseits seines eigenen Premieren-Tores in der Bundesliga, das allerdings nach VAR-Einsatz zurückgenommen wurde, absolvierte der 21-jährige Engländer ein auffällig gutes Spiel.

Womöglich spielte dabei auch die Umstellung, die Niko Kovac ausgerechnet für dieses Topspiel vorgenommen hatte, eine wichtige Rolle. Immerhin konnte sich Bellingham mehr in der Offensive zeigen, gerade in Ballbesitz selbst die Tiefe und das aktive Zusammenspiel mit den Offensivspielern suchen. Immerhin hatte er im Mittelfeld eine zusätzliche Absicherung, mit Felix Nmecha und Joey Veerman gleich zwei Teamkollegen hinter sich.

"Jemand für die große Bühne": Book schwärmt von Bellingham

"Er ist physisch wirklich auf Top-Niveau, auf einem Top-Level. Das sieht man. Da kann er voll mithalten, kann sich auch in die Spiele reinarbeiten und hat dann immer noch die Power, ganz sauber zu spielen", lobte Ole Book den Youngster nach der Partie (via Ruhrnachrichten).

Laut Book sei Bellingham schon jetzt "jemand für die große Bühne", das habe er gegen den FC Bayern deutlich gemacht. "Er hat sich, glaube ich, auch wohlgefühlt", so der Sportdirektor des BVB weiter.

An verschiedenen Statistiken konnte man auch den Einfluss ablesen, den Bellingham beim 2:2-Remis ausgeübt hat. So brachte er beispielsweise 14 seiner 16 Pässe in der gegnerischen Hälfte an den Mann, wodurch er ein wichtiger Bestandteil der Offensivbemühungen wurde. In der Szene des aberkannten Führungstreffers war das besonders deutlich zu sehen, auch aus dem eigenen Dribbling heraus.

Die Münchener hatten große Mühe, Bellingham aus dem Spiel zu nehmen | Hendrik Deckers/GettyImages

Rückkehr zur gewohnten Kovac-Taktik könnte den erneuten Rückschritt bedeuten

Nun bleibt jedoch abzuwarten, ob Bellingham aus diesem Einsatz auch Profit schlagen kann – also sich in der Startelf festzubeißen weiß. Sobald Kovac rotiert, ist er oftmals einer der Spieler, die dann auch mal aus der ersten Elf weichen müssen. Mit Einsätzen wie am Samstagabend würde er sich jedoch nahezu unentbehrlich machen.

Wobei natürlich auch offen ist, wie oft der Coach auf diese taktische Herangehensweise setzt. Im Falle einer Rückkehr zur klassischen Dreierkette und somit einem Mittelfeldspieler weniger, müsste Bellingham wieder einen größeren Fokus auf die Defensivarbeit legen, wodurch er an offensiver Schlagkraft einbüßen würde.

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