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Roger Brennwald ist mit der 55. Ausgabe der Swiss Indoors zufrieden

Ist zufrieden mit der 55. Ausgabe der Swiss Indoors: Turnierpräsident Roger Brennwald© KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS

Von Keystone-SDA

Dieser Beitrag stammt aus dem Nachrichtenangebot der Agentur Keystone-SDA und wurde nicht durch unsere Redaktion bearbeitet.

67'600 Zuschauer strömen diese Woche für die Swiss Indoors in die St. Jakobshalle - das ist Rekord, seit die Kapazität reduziert wurde. Turnierpräsident Roger Brennwald ist denn auch sehr zufrieden.

Ein Final zwischen Jiri Lehecka und Valentin Vacherot ist nicht das Wunschszenario des Gründers und Präsidenten der Swiss Indoors. "Mein Traumfinal wäre Djokovic gegen Shelton gewesen, das wäre eines Grand-Slam-Finals würdig", meint Roger Brennwald am Sonntag zum Abschluss der 55. Ausgabe. Traurig ist er trotzdem nicht.

Mit insgesamt 67'600 Zuschauern - darunter 2500 Gratistickets für Jugendliche - sei es ein Rekord für das Turnier, seit Roger Federer nicht mehr dabei ist. Dazu muss man wissen, dass die Kapazität der Halle aus Sicherheitsgründen von 8600 auf 8100 Plätze reduziert wurde.

"Der Jerôme wird noch von mir hören"

Sportlich war das Turnier ein Erfolg. Erstmals habe er zwölf Spieler unter Vertrag genommen. "Die Matches waren von einer Qualität, wie wir es selten gesehen haben", zeigt er sich begeistert. Der Nachteil: Am Wochenende waren die Stars nicht mehr zu sehen, sie mussten sich vorher geschlagen geben. "Der Jérôme schmeisst mir den (topgesetzten) Shelton raus, der wird noch von mir hören", meint Brennwald lachend. Der Jérôme, das ist der Fricktaler Kym, Nummer 222 der Weltrangliste, der am Donnerstagabend nach Mitternacht die ATP-Nummer 4 Ben Shelton ausschaltete. "Ob er wieder eine Wildcard erhält ist sehr fraglich." Und ernsthaft: "Ich bin auch auf die Leistungen der Schweizer stolz."

Bereits vor der kurzfristigen Zusage von Novak Djokovic war die Halle für alle Tage praktisch ausverkauft. Doch der Serbe sorgte noch einmal für viel Aufmerksamkeit und Publizität, ebenso wie der Rücktritt von Stan Wawrinka. "Es hat mich alle meine Energie gekostet, aber es war ein Abschied mit viel Liebe", betont der Basler.

Ist zufrieden mit der 55. Ausgabe der Swiss Indoors: Turnierpräsident Roger Brennwald

"Fast gut, dass es Absagen gab"

Das starke Feld hatte allerdings auch seine Tücken. Zum einen hatten die Aushängeschilder einen schweren Stand, zum anderen mussten (zu) viele Matches auf dem Center Court untergebracht werden, was vor allem von Montag bis Donnerstag zu sehr langen Abenden, meist mit Schweizer Beteiligung, führte. "Es ist fast gut, dass es noch drei, vier namhafte Absagen (Auger-Aliassime, Tsitsipas, Titelverteidiger Fonseca) gab", stellt Brennwald fest. "Wir hätten gar nicht gewusst, wo wir die alle hätten spielen lassen." Und wenn sie die Schweizer zu früh am Nachmittag spielen lassen würden, könnte danach der "Pfuus" raus sein, wenn die Spiele schnell gehen.

Den Vergleich mit Wien, das in der gleichen Woche mehr Top-Ten-Spieler und mit Carlos Alcaraz und Alexander Zverev zwei absolute Stars präsentieren konnte, die auch die Halbfinals erreichten, scheut Brennwald nicht. "Wir stellen einfach fest, dass manche Spieler lieber in Wien spielen und andere lieber nach Basel kommen." In diesem Jahr war in Österreich plötzlich viel Geld vorhanden, nachdem die Noch-Nummer 1 Jannik Sinner seine Saison beenden musste. So konnte man noch Alcaraz verpflichten, während in Basel das Budget ausgeschöpft war.

"Teuerstes und aufwändigstes Turnier der Geschichte"

Brennwald verweist auch auf die Hochpreisinsel Schweiz. Während Wien mit einem Budget von umgerechnet rund 13 Millionen Franken operiert, waren es in Basel in diesem Jahr fast 19 Millionen Franken. Auch das sei ein Rekord. "Es war das teuerste und aufwändigste Turnier der Geschichte", verrät der Ur-Basler. Die Stadt habe ihre Vorteile ("Basel hat Charme"), aber auch Handicaps. "Basel ist klein, die Schweiz ist klein. Wir können beispielsweise nicht zwei Sessions pro Tag anbieten, um mehr Einnahmen zu generieren. Wir kämpfen gegen Weltmetropolen."

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Für Brennwald ist deshalb klar: "Wir können nicht mehr weiter aufstocken. Es ist wichtig, dass wir auch mal zur Ruhe kommen." Er wolle jedoch noch ein paar Jahre mit seiner hochmotivierten Crew - rund 500 aus der eigenen Organisation und 500 externe - weitermachen.  © Keystone-SDA

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