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Wie ein 19-Jähriger zum Hoffnungsträger beim WAC mutierte

Innenverteidiger Matteo Kitz (19) gehört zu den wenigen WAC-Lichtblicken. Heute (14.30 Uhr, Sky) will er gegen Tirol mit Tempo die Tiefe sichern.

© GEPA
Mit 1,90 Metern genießt Youngster Matteo Kitz nicht selten Lufthoheit

Mit 19 Jahren zu einem neuen Klub zu wechseln, der nach einer schweren Vorsaison inmitten einer Aufbruchsstimmung steckt, endlich wieder oben angreifen will, um wenige Runden später wieder ganz unten festzustecken. Es gibt sicher leichtere Situationen. Dem Kärntner Matteo Kitz erging es jedenfalls, wie eingangs beschrieben. Der 1,90-Hüne kam im Sommer von Austria Klagenfurt zum WAC, sollte wohl behutsamer herangeführt werden, für Kadertiefe in der Innenverteidigung sorgen.

Doch es sollte anders kommen. Regelmäßige Rotsperren diverser Teamkollegen sowie der tragische Kreuzbandriss von Nico Wimmer verschoben die Kräfte in der Wolfsberger Abwehr. Weshalb Kitz auch bereits auf sechs Ligaeinsätze, 60 Prozent der möglichen Spielminuten und sogar ein Tor kommt. „Wenn man als junger Spieler auf dieser wichtigen Position, wo es oft auf Erfahrung ankommt, schon so viel Spielzeit erhält, ist das natürlich ein gutes Gefühl“, sagt Kitz, der auch nicht alles schwarzmalen will: „Ich wurde hier super aufgenommen, habe ein tolles Verhältnis zum Trainer, erhalte von ihm aber auch von den älteren Teamkollegen viele hilfreiche Tipps und glaube, mich schon weiterentwickelt zu haben.“

Dass es zwischenmenschlich beim WAC trotz sportlicher Krise passt, betont wie viele Kollegen auch Kitz. „Wir haben viel gesprochen, auch sehr ehrlich und über Dinge, die nicht passen. Das tut gut. Hoffentlich hat es jetzt im Kopf bei allen geklickt, ein Umdenken stattgefunden. In der Trainingswoche hat das jedenfalls so ausgeschaut“, spricht er, der wohl für den gesperrten Simon Piesinger wieder in die Startelf rotieren wird, über die Vorbereitung auf das heutige Duell mit Tirol. Da wird es endlich darum gehen, in der Anfangsphase stabil zu bleiben. „Denn das zieht sich schon lange durch, wir nehmen uns viel vor, wollen in den ersten zehn Minuten nichts anbrennen lassen und setzen genau das nicht um. Es wirkt, als täte für uns die Partie erst nach diesen Minuten starten – da sind wir dann aber schon in Rückstand und der ganze Spielplan ist für die Fisch“, seufzt Kitz.

Und wieder wird es ein Nachmittag der Willenskraft

Jammern hilft bekanntlich nicht, oder wie Trainer Thomas Silberberger es formuliert: „Ein Sieg ist alternativlos.“ Dabei will Kitz, der schon beim 0:3 in Altach einer der wenigen passablen Kicker der Wölfe war, helfen. Mit seinen Stärken: „Ich habe Schnelligkeit und ein gutes Zweikampfverhalten. Wenn wir hoch anlaufen, weil wir etwa in Rückstand sind, kann ich mit meinem Tempo die Tiefe sichern.“ Spielerisch hilfreiche Attribute, wichtiger wird gegen Tirol aber sein, „wer mit mehr Biss durch diese 90 Minuten geht.“