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In den vergangenen fünf Jahren ist der FC Schalke 04 immer in der zweiten Runde des DFB-Pokals ausgeschieden. In dieser Saison soll es endlich mal wieder mit dem Einzug ins Achtelfinale klappen. Dafür allerdings muss die Mannschaft von Miron Muslic am heutigen Mittwochabend (18 Uhr) im Hochrisikospiel beim Zweitligisten Dynamo Dresden bestehen. Wir tickern die Partie live.
Für die Schalker geht es allerdings um mehr als die simple Qualifikation fürs Achtelfinale. „Dieses Spiel ist sehr wichtig für den Verein und für uns als Mannschaft“, sagte Muslic im vollen Bewusstsein der Wichtigkeit des heutigen Abends. Ein Sieg brächte den Schalkern eine TV-Geld-Prämie von 912.755 Euro. Hinzu käme die Beteiligung an den Zuschauereinnahmen (45 Prozent) und, bei einem Heimspiel, der komplette Cateringerlös. Es geht für die Schalker addiert um eine siebenstellige Summe.
Auf das Geld sind aber auch die Hausherren scharf, zumal man im Pokal schon sehr gute Erfahrungen gegen Schalke im eigenen Stadion gemacht hat. Vor zwölf Jahren besiegten Dynamo die Gäste aus dem Ruhrgebiet mit 2:1, jetzt wollen die Sachsen einen solchen Coup wiederholen.
„Man hat immer Vorfreude, wenn man solche Spiele hat, gerade zu Hause. Wenn man ein paar Runden übersteht, kann man etwas Besonderes schaffen“, gab sich Dynamo-Trainer Thomas Stamm selbstbewusst. Als Erstligist sei Schalke zwar der Favorit, aber „die Erwartungshaltung bei uns ist, eine Runde weiterzukommen“, sagte der SGD-Coach, dessen Mannschaft sich auf den Support ihrer heißblütigen Fans verlassen kann.
Beim Bundesliga-0:0 in Köln fehlte Schalke zuletzt ein halbes Dutzend Spieler. Nach ihrem Kopf-Zusammenstoß kamen Robin Gosens und Soufiane El-Faouzi während des Spiels hinzu. Wer nun für Dresden zur Verfügung steht, wollte Muslic am Montag Dienstag noch nicht verraten. „Es gibt Jungs, die in Köln nicht dabei waren, bei denen es eine Möglichkeit gibt“, sagte der S04-Trainer lediglich. Gemeint sein dürfte damit vor allem Mittelfeldspieler Dejan Ljubicic, der nach dem Go der Ärzte sicher wieder in den Kader zurückkehren wird. Ansonsten standen zunächst noch viele Fragezeichen hinter dem Schalker Pokal-Kader.
Jene Elf, die am Abend auf dem Rasen des Rudolf-Harbig-Stadions auflaufen wird, wird sich stabil präsentieren müssen wie zuletzt in Köln. Das allein wird allerdings nicht reichen: Die Schalker müssen nach zwei Nullnummern in der Liga heute den Ball ins Tor unterbringen, komme was da wolle. Andernfalls ist der Pokal-Traum wieder in der zweiten Runde ausgeträumt.