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Uli Hoeneß konnte mal wieder nicht an sich halten. Der Ehrenpräsident des FC Bayern München warf Nachwuchsstar Lennart Karl in einem Interview vor, dass er die Bodenhaftung verloren habe. Der 18-Jährige müsse mehr Demut zeigen, sagte Hoeneß und spielte damit auf Karls auffällige Outfits und öffentlichen Auftritte an. Nun sprang Karls Berater Michael Ballack für das Talent in die Bresche und kritisierte Hoeneß für dessen Aussagen. Und schon haben beide eine öffentliche Debatte ausgelöst, die vor allem den Druck auf Karl erhöht – was weder dem jungen Kicker noch dem Verein nützt.
Bevor Hoeneß das nächste Mal so ein Fass aufmacht, sollte er mal eines der einschlägigen Bildarchive durchsuchen. Dort kann er unter anderem den jungen Uli Hoeneß in knapper Badehose auf einem Rolls-Royce sitzen sehen. Oder im pompösen Pelzmantel auf dem Weg ins Stadion. Und statt auf die Hoeneß-Kritik zu antworten, hätte Ballack dem Bayern-Patron lieber einen Gedichtband von F. W. Bernstein schenken sollen, die Lektüre hätte diesen vielleicht zum Nachdenken gebracht. Von Bernstein stammt dieser berühmte Zweizeiler: „Die schärfsten Kritiker der Elche waren früher selber welche.“