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Schiedsrichter Tobias Stieler gibt nach dem DFB-Duell zwischen dem HSV und Frankfurt zu, eine strittige Szene falsch bewertet zu haben. Es ist nicht die einzige Szene, die Fragen aufwirft.
Im DFB-Pokal hat Schiedsrichter Tobias Stieler am Dienstagabend einen möglichen Elfmeter für den Hamburger SV nicht gepfiffen und das im Nachhinein selbst als Fehler eingestuft. "Wenn ich die Bilder sehe: Die bessere Entscheidung wäre Strafstoß gewesen", räumte er nach der Partie beim Pay-TV-Sender Sky ein. Der HSV hatte die Partie zuvor mit 1:3 verloren.
Die Szene, welche auch nach der Partie noch für Frust beim HSV sorgte, hatte sich in der 35. Minute ereignet. Hamburgs Zakaria El Ouahdi war beim Stand von 0:0 nach einem Zweikampf mit Frankfurts Kapitän Robin Koch im Strafraum zu Boden gegangen. Stieler ließ weiterlaufen, der Videoassistent (VAR) griff nicht ein.
Die Szene weiterlaufen zu lassen, sei laut Stieler "jetzt nicht vollkommen falsch" gewesen. Es sei "sehr gut, dass der VAR das supportet hat, weil das wollen wir. Wir wollen, dass der Schiedsrichter bei klarer Wahrnehmung eine Entscheidung trifft", fuhr er fort. Der fehlende Eingriff des Videoassistenten habe ihn "null verwundert". Der 45-Jährige betonte: "Wir haben eine ganz hohe Eingriffsschwelle für den Videoassistenten. Das wird allgemein anerkannt und so gewünscht." Dennoch bekräftigte er, dass die bessere Entscheidung ein Elfmeter gewesen wäre.
Beim HSV zeigte man sich über den nicht gegebenen Strafstoß enttäuscht. Trainer Merlin Polzin sagte: "Für mich und für uns ist es ein klarer Elfmeter, der heute definitiv geholfen hätte, um eine Runde weiterzukommen."
Hamburgs Sportdirektor Claus Costa ging noch weiter: "Für mich ist das ein klarer Elfmeter. Er legt den Ball vorbei, der Gegenspieler hat keine Chance, den Ball zu berühren und räumt ihn im Sechzehner ab. Ich weiß nicht, warum dem Schiedsrichter diese Szene nicht zum Elfmeter reicht. Das kann ich nicht nachvollziehen."
Es war nicht die einzige Szene, welche die Hamburger auch nach dem Schlusspfiff noch beschäftigte. Der bereits gelb-vorbestrafte Frankfurter Nnamdi Collins hatte kurz nach der Pause Hamburgs David Møller Wolfe abgeräumt. Eine Rote Karte zeigte Stieler nicht – Collins wurde kurz darauf ausgewechselt.