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Becker gemeint? Zverev teilt gegen seinen Dauer-Kritiker aus
Alexander Zverev
© APA/MAX SLOVENCIK

Alexander Zverev steht in Wien vor einem möglichen Karriere-Meilenstein – und verteilt vor seinem Wien-Auftakt eine verbale Spitze., Deutschlands Tennisstar lässt sich von Kritik an seinem Spiel offenbar nicht mehr beeindrucken. Wer genau gemeint ist, verrät er zwar nicht. Doch seine Aussagen lassen aufhorchen.

Alexander Zverev könnte in Wien erstmals an die Spitze der ATP-Weltrangliste klettern. Dafür muss der Hamburger beim ATP-500-Turnier in der Stadthalle allerdings zwei Siege einfahren. Zum Auftakt wartet am Dienstag (nicht vor 17.30 Uhr, HIER im Sport24-Liveticker) der Spanier Martin Landaluce, die Nummer 67 der Welt.

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»Mich kritisiert hat immer nur einer«

Doch noch bevor der erste Ball geschlagen ist, sorgt Zverev selbst für Gesprächsstoff. Auf der Pressekonferenz wurde der 29-Jährige gefragt, ob ihm angesichts seiner jüngsten Erfolge und des möglichen Sprungs auf Platz eins auch ein Gefühl der Genugtuung gegenüber seinen Kritikern komme. Seine Antwort? Trocken, selbstbewusst – und mit einer ordentlichen Portion Spott.

"Mich kritisiert hat immer nur einer und seine Meinung in den letzten paar Jahren interessiert mich wenig, um ehrlich zu sein", erklärte Zverev. Dann setzte er mit einem Lächeln nach: "Jedes Mal, wenn er was gesagt hat, ist genau das Gegenteil passiert in den letzten gefühlt drei Jahren. Es ist, wie es ist, und ich kann damit auch sehr, sehr gut leben."

Seitenhieb gegen Boris Becker?

Wen Zverev mit seinem Dauer-Kritiker meint, ließ er offen. Ein Name liegt allerdings nahe: Boris Becker. Die deutsche Tennis-Ikone hatte den Hamburger in der Vergangenheit wiederholt unter die Lupe genommen – und dabei auch deutliche Kritik geübt.

Becker bemängelte unter anderem, Zverev spiele nicht mutig genug, und empfahl ihm, seine Trainerkonstellation zu überdenken. Bis heute wird der Deutsche von seinem Vater Alexander Senior betreut, auch Bruder Mischa gehört zu seinem Team. Bei den US Open sorgte zudem Zverevs langes Auftippen des Balls vor dem zweiten Aufschlag für Diskussionen – auch Becker schloss sich dieser Kritik an.

Boris Becker
Boris Becker © Getty Images

Zuletzt schlug der sechsfache Grand-Slam-Sieger allerdings andere Töne an. Als Stimmen laut wurden, Zverev profitiere bei seinem möglichen Aufstieg zur Nummer eins vor allem von Verletzungsproblemen seiner Konkurrenten, stellte sich Becker demonstrativ hinter den Hamburger. Dessen Weg an die Spitze sei verdient; die gegenteilige Behauptung bezeichnete er als "totalen Schwachsinn".

Jetzt soll Wien den nächsten Meilenstein bringen

Ob Zverev tatsächlich Becker im Visier hatte, bleibt offen. Klar ist nur: Die wiederkehrende Kritik scheint den Deutschen zumindest öffentlich kaum noch aus der Ruhe zu bringen. Und die sportliche Ausgangslage bietet ihm die Chance auf eine besonders deutliche Antwort.

Gegen Landaluce kommt es erstmals zum Duell mit dem 20-jährigen Spanier. Zwei Siege würden Zverev reichen, um erstmals die Nummer eins der Welt zu werden. Der Druck ist groß, die Chance ebenso. Jetzt muss der Hamburger seine selbstbewussten Worte nur noch auf den Platz übertragen.

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