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Wieder kein Sieg: Flensburg-Handewitt zeigt dem HBW die Grenzen auf
Die „Gallier“ (im Bild Magnus Grupe) konnten den Favoriten Flensburg-Handewitt nicht stoppen. (Foto: Eibner-Pressefoto/von Fehrn)

Knappe Niederlagen hatten am Spieltag zuvor sowohl der HBW als auch die Norddeutschen kassiert. Während die Schwaben mit 26:27 gegen Melsungen unterlagen, gab es für Flensburg-Handewitt ein 30:31 gegen den VfL Gummersbach. Der HBW ist schon so etwas wie ein Experte für knappe Niederlagen, für die Mannschaft von Ales Pajovic war es dagegen die erste Pleite der Saison. Schnellstmöglich sollte Wiedergutmachung her.

Von Anfang an im Hintertreffen

Der Favorit stellte direkt sein Tempo und seine Wurfgewalt unter Beweis, legte schnell mit 2:0 vor. SG-Keeper Benjamin Buric war früh gegen die Schwaben zur Stelle, Stefan Bauer erzielte dann nach etwas mehr als zwei Minuten aber doch den ersten Treffer. Nach einer Cupara-Parade hatte der HBW die Chance zum Ausgleich, der entscheidende Pass kam aber nicht an. Stattdessen zog Flensburg-Handewitt wieder etwas davon (5:2/6.).

Der erste Siebenmeter von Georg Pöhle saß noch, wenig später war beim Wiedersehen vom Strich jedoch Buric der Sieger, verhinderte den Anschlusstreffer der „Gallier“. Und so konnten die Norddeutschen wieder auf 7:3 stellen (10. Minute). Der Außenseiter bemühte sich, wollte den Abstand nicht schon früh zu groß werden lassen. Das klappte aber nur bedingt, konsequent nutzte Flensburg seine Gelegenheiten. HBW-Coach Matthias Flohr wollte mehr, drückte beim Rückstand von 5:10 den Buzzer. „Denkt an unser Konzept!“, mahnte der 44-Jährige.

Buric treibt die Schwaben zur Verweiflung

Doch die SG machte es einfach besser, wahrte gegen die schwäbische Defensive auch die nötige Gelassenheit. Dahinter erwischte aber der eingewechselte Daniel Rebmann einen guten Start. Die Chance auf minus Drei war da, doch Pöhle verfehlte den Kasten. Der glänzend aufgelegte Buric fischte sich nicht nur einen weiteren Siebenmeter, hatte großen Anteil an der 14:8-Führung seines Teams (25.). Doch die Schwaben gaben nicht auf, konnten mit einem Doppelpack vor der Pause zumindest auf 11:16 verkürzen. „Minus fünf ist viel, aber in der zweiten Halbzeit ist noch alles drin“, meinte Stefan Bauer in der Pause.

Nach dem Wiederanpfiff starteten die „Gallier“ entsprechend kämpferisch, verkürzten auf 14:17 (36.). Doch mit einem 4:1-Lauf bestraften die Gastgeber anschließend die Hektik des Aufsteigers. Und dann war da ja auch noch Buric, der gegen Elias Fügel schon den fünften Siebenmeter parierte (21:15/44.). In der Schlussviertelstunde stemmte sich der HBW weiter gegen die Pleite, ging am Ende mit 25:31 aber trotzdem leer aus.

„Wir wollten kämpferisch zeigen, was wir draufhaben. Das konnten wir auch über weite Strecken. Aber da muss auch alles passen, dass man gegen Flensburg gewinnt“, bilanzierte Lion Zacharias. Schon am Sonntag geht es für den HBW im Oberhaus weiter, dann sind die „Gallier“ im zweiten Auswärtsspiel in Folge gegen den Flensburg-Besieger VfL Gummersbach gefordert.

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