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Am Sonntag empfängt Barça Real Madrid im Camp Nou. Auf der Tribüne fehlt diesmal einer, der sonst zum Protokoll gehört.
Der Clásico am Sonntagabend im Camp Nou hat jede Menge Zündstoff. José Mourinho (63) kehrt nach Barcelona zurück, Barça marschiert mit der perfekten Punktausbeute an der Spitze. Nur in der VIP-Loge dürfte es ruhiger zugehen als gewohnt.
Wie Mundo Deportivo berichtet, reist Real-Präsident Florentino Pérez nicht nach Katalonien. Ein Wiedersehen mit seinem Gegenüber Joan Laporta wird es also nicht geben. Auch das traditionelle Mittagessen beider Vereinsführungen vor dem Anpfiff findet nicht statt.
Der Grund ist nicht neu. Seit Real Madrid im sogenannten Negreira-Fall gegen die Katalanen vorgeht, sind die Kontakte auf Chefebene zwischen beiden Klubs gekappt. Pérez war auch in den vergangenen Spielzeiten nicht im Camp Nou zu sehen.
Vollständig unbesetzt bleibt die Gästeloge aber nicht. In der Vorsaison vertrat Ehrenpräsident Pirri die Blancos als einziger Abgesandter. Diesmal soll immerhin ein Vizepräsident der Königlichen den Weg nach Barcelona antreten, wie die katalanische Sportzeitung weiter berichtet.
Abseits der Protokollfragen geht es darum, dass Real Madrid den Anschluss an Barça nicht komplett verliert. Die Katalanen führen die Tabelle nach neun Spieltagen mit 27 Punkten an – neun Siege, kein Punktverlust, 39:9 Tore. Mourinhos Team steht mit 21 Zählern auf Rang drei.
Ein Sieg der Blancos würde den Rückstand auf drei Punkte drücken. Verlieren sie, sind es neun. Entsprechend groß ist der Druck auf die Königlichen, die zuletzt mit dem 4:1 gegen RB Leipzig in der Champions League Selbstvertrauen tankten. Barça kassierte tags zuvor eine 2:4-Niederlage bei PSG.