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Matchwinner Reichert nach FCN-Dreier auf Pauli: „Glücklicher Sieg, aber das ist uns herzlich egal“
© Sportfoto Zink / Daniel Marr

Nürnberg - Am Allerheiligen besiegt der 1. FC Nürnberg den FC St. Pauli, seinen Angstgegner der letzten zehn Jahre, mit 3:1. Nach der Partie sprachen die beiden Trainer, der Nürnberger Matchwinner und ein Tordebütant.

Der selbsternannte „glücklichere Trainer“ an diesem Sonntag hört auf den Namen Miroslav Klose. Der Nürnberger Cheftrainer lobte die Leistung des Gegners ebenso wie seinen Schlussmann: „St. Pauli hat heute ein sehr gutes Spiel gemacht, viele für uns schwierige Aktionen kreiert und gute Bälle in die Schnittstellen gespielt. Heute hält uns Jan Reichert im Spiel und die Mannschaft musste verschiedene Phasen überstehen, in denen wir mal tief verteidigen, aber auch unsere fußballerischen Lösungen finden mussten. So ist es uns gelungen, uns aus den Situationen rauszukombinieren.“ Außerdem habe man nach dem Ausgleich „noch einmal einen Gang höher geschaltet“.

Auch sein Hamburger Pendant konnte mit der gebotenen Leistung seiner Mannen zufrieden sein: „Meine Mannschaft hat heute ein super Spiel gemacht und ich kann ihnen heute sehr wenig vorwerfen. Wir waren immer torgefährlich, haben zahlreiche Chancen kreiert, doch der FCN hatte einen super Torwart. Schlussendlich fallen dann viele 50/50-Duelle und Entscheidungen gegen uns, wodurch dann so ein Spiel zustande kommt. Aber das Endergebnis ist sehr bitter.“

Großes Lob für Kornwachs

Dass der Club das Spiel letztlich auf seine Seite ziehen konnte, ist insbesondere zwei Jokern zu verdanken: „Ich habe in der Halbzeit zur Mannschaft gesagt, dass die Einwechselspieler heute dieses Spiel entscheiden werden. So war es auch und ich gönne es den Jungs von Herzen“, zeigte sich Klose erfreut. Für Marc Kornwachs war es das erste Tor im Profifußball.

Der 17-Jährige habe sich diesen Moment nach Einschätzung seines Trainers redlich verdient: „Es freut mich ungemein für den Jungen. Er trainiert hart und wird täglich besser. Wir haben zuletzt gesagt, dass er den Stammkräften schon richtig Druck macht, und da spreche ich von Adam Markhiyev und Javier Fernandez.“ Der Youngster selbst sagte nach dem Spiel über seinen Premierentreffer: „Es ist natürlich ein Traum. Ich freue mich natürlich sehr, auch wenn ich‘s gar noch nicht realisieren kann. Der Ball ist mir ein bisschen drüber gerutscht und geht dann rechts oben rein.“

Abgesehen von den beiden Torschützen konnte vor allem Jan Reichert dem Spiel seinen Stempel aufdrücken. Der 25-Jährige sprach angesichts des gegnerischen Chancenwuchers von einem „glücklichen Sieg, aber das ist uns heute herzlich egal“. Die drei Punkte seien „unfassbar wichtig, weil wir in den letzten Spielen zwar ansehnliche Leistungen gezeigt, die Ergebnisse aber nicht gepasst haben“.

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