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Eintracht Frankfurt verliert trotz guter Abwehr in Dortmund

Eintracht Frankfurt verteidigt in Dortmund deutlich stabiler als in Leipzig und hält lange dagegen. Doch zwei Dortmunder Joker machen am Ende den Unterschied.

Peppi Schmitt

Dortmund. In Dortmund gibt es weiter für die Frankfurter Eintracht nichts zu holen. Trotz einer starken kämpferischen Leistung und gerade gegenüber dem 0:6 von Leipzig deutlich verbesserter guter Abwehrarbeit unterlagen die Frankfurter der Borussia am Samstagabend mit 0:1 (0:0). Vor 80.000 Zuschauern, darunter Bundestrainer Jürgen Klopp, hatte sich die Eintracht gegen die Angriffswellen der Borussia gestemmt, doch am Ende reichte es nicht zu einem Punkt. Der eingewechselte Maxi Beier erzielte den Treffer des Abends in der 80. Minute.

Die Zusammenstellung der Viererkette war dann doch überraschend. Nnamdi Collins, vor einer Woche gegen Köln noch völlig daneben, blieb in der Anfangsformation. Keita Kosugi musste auf die Bank, Elias Baum verteidigte zum ersten Mal in dieser Saison auf der linken Seite. Im defensiven Mittelfeld kam Noel Aseko für Mario Götze ins Team. Can Uzun, über den in der letzten Woche so viel diskutiert wurde, saß wieder nur auf der Bank.

Baum und Aseko überzeugen bei Eintracht Frankfurt

Um es vorwegzunehmen: Beide Wechsel zahlten sich in der ersten Halbzeit aus. Baum spielte einen erstaunlich abgeklärten Linksverteidiger und Aseko hatte im Mittelfeld glänzende Szenen. Als die Mannschaften in die Pause gingen, applaudierte Trainer Hütter seinen Spielern. Das galt für alle. Die Eintracht hatte bis dahin ein gutes Auswärtsspiel geliefert, nicht zu vergleichen mit der 0:6-Klatsche vor zwei Wochen in Leipzig.

Die Borussia hatte die ersten Chancen, hätte in Führung gehen können. Doch die Eintracht versteckte sich nicht, verteidigte leidenschaftlich und spielte mutig nach vorne. Glück brauchten die Frankfurter in der 20. Minute. Zunächst trat Jonny Burkardt Rani Bensebaini unabsichtlich in die Hacke, dann zupfte Collins Fabio Silva am Trikot. Beide Male blieb der mögliche Elfmeterpfiff aus. Was freilich zur großzügigen Linie von Schiedsrichter Sven Jablonski passte, der im Grunde alles laufen ließ.

Die beste Dortmunder Gelegenheit hatte in der 17. Minute Serghou Guirassy. Nach einem Rempler gegen Baum, natürlich auch nicht geahndet, stand er völlig frei vor Atubolu, doch der Frankfurter Keeper machte die Chance mit einem tollen Reflex zunichte. Auf der Gegenseite hatte die Eintracht eine ganz ähnliche Gelegenheit. Nach einem schönen Konter und einem Patzer von Felix Nmecha tauchte plötzlich Younes Ebnoutalib frei vor Gregor Kobel auf, scheiterte aber am Schweizer Nationaltorwart.

Chaibi zwingt Kobel zu starker Parade

In der zweiten Halbzeit ging es genauso weiter. Die Dortmunder hatten mehr vom Spiel, hatten weiter die besseren Chancen. Aber die Eintracht hielt dagegen und versuchte auch immer wieder, nach vorn zu spielen. Das war durchaus imponierend. Nach einem Schuss von Chaibi hatte Kobel große Mühe, den Ball über die Latte zu lenken. Gesehen haben das nur die TV-Zuschauer, denn die Frankfurter Fankurve hatte die Arena mit einer Rauchbombe eingenebelt.

Ab der 65. Minute wurde es für die Eintracht dann immer brenzliger. Der BVB erhöhte den Druck, es gab Eckball auf Eckball, Guirassy köpfte an die Latte, Atubolu war dauerbeschäftigt. Für die Eintracht wurde es immer enger. Kovac und Hütter wechselten. Der Dortmunder Coach hatte das glückliche Händchen. Jobe Bellingham, gerade gekommen, spielte auf Maxi Beier, auch eingewechselt, und der traf in der 80. Minute mit einem fantastischen Schuss aus 25 Metern. Keine Chance für Atubolu.

Bei der Eintracht waren nun mit Can Uzun und Ansgar Knauff zwei neue Angreifer auf dem Platz, Burkardt und Ebnoutalib, die sich aufgerieben hatten, mussten raus. Doch alle Bemühungen um den Ausgleich liefen in den Schlussminuten ins Leere.

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