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Zweitligist 1.FC Magdeburg muss beim Bundesligaprimus FC Bayern München in der 2. Runde des DFB-Pokals ran: Es gab Zeiten, in denen sich beide Teams auf Augenhöhe begegneten.
Ein bisher seltenes Duell im deutschen Fußball, das es aber in sich hat. Drei Mal standen sich der FC Bayern und der 1.FC Magdeburg in der Fußball-Historie bislang erst direkt gegenüber - und es war stets hochgradig spannend.
Wer sich schon sehr lange für Fußball interessiert, der kann sich noch an Europapokal der Landesmeister und den 23. Oktober 1974 erinnern. Im Achtelfinale trafen der 1.FC Magdeburg und der FC Bayern erstmals aufeinander. Damals existierten bekanntlich noch zwei deutsche Staaten.
Der DDR-Meister Magdeburg führte im Münchner Olympiastadion zur Halbzeit mit 2:0. Martin Hoffmann und Jürgen Sparwasser hatten getroffen. Doch Bayern drehte die Partie dank eines Doppelpacks von Gerd Müller und eines Eigentores von Detlef Enge noch zum 3:2.
Bayern gewann auch das Rückspiel am 6. November 1974. Gerd Müller traf erneut zweimal, Magdeburg erzielte durch Jürgen Sparwasser nur noch den Anschlusstreffer. Bayern setzte sich mit 2:1 durch und gewann am Ende sogar den Pokal der Landesmeister (heutige Champions Lesgue).
Der 1. November 2000 hat einen festen Platz in der Historie des FCM: Magdeburg spielte damals in der viertklassigen Oberliga und warf den großen FC Bayern aus dem Pokal. Adolphus Ofodile brachte den FCM in Führung, Hasan Salihamidžić glich aus. Im Elfmeterschießen hielt Torwart Miroslav Dreszer die Schüsse von Jens Jeremies sowie Giovane Élber und der große Außenseiter setzte sich spektakulär und völlig unerwartet mit 4:2 n.E. durch.
Natürlich ist der FC Bayern der haushohe Favorit im bevorstehenden Duell mit dem Magdeburger Zweitligisten. Aber das Team von der Elbe ist geraqde sehr gut drauf und gibt sich selbstbewusst: "Wir müssen uns nicht verstecken. Wir haben Respekt vor Bayern, wissen aber auch, was wir können. Wir müssen dran glauben und darauf vertrauen, dass wir unser Spiel durchziehen können“, sagte FCM-Talent Felipe Chávez nach dem 6:1-Erfolg gegen den Karlsruher SC. Der 19-Jährige ist Leihspieler vom FC Bayern.
Für die Magdeburger dürfte die DFB-Pokalpartie als Spiel des Jahres gelten, für die Bayern dürfte es sich dagegen eher um eine Pflichtaufgabe handeln.
FC Bayern: Bei den Bayern ist die Liste der Ausfälle recht lang: Luis Diaz (Muskelbündelriss), Jamal Musiala (Muskelfaserriss), Min-jae Kim (Leistenverletzung),, Joshua Kimmich (Trauerfall) und Trainer Vincent Kompany (Virusinfektion) werden nicht dabei sein.
Die Einsätze von Aleksandar Pavlovic (Wadenbeschwerden) und Manuel Neuer (Sehnenreizung) sind zudem fraglich.
1.FC Magdeburg: Lubambo Musonda (Achillessehnenriss) fällt aus, Moritz-Broni Kwarteng (Wadenverletzung) ist fraglich.
Die Partie aus der Münchner-Arena wird am Mittwoch 20.45 Uhr auf einigen Kanälen der ARD live übertragen. Im TV, im Livestream sowie im Audiostream und im Live-Ticker können die Fans mit dabei sein, wenn die Magdeburger daran arbeiten, beim FC Bayern eine neue Sensation zu schaffen.