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Vor dem Champions-League-Duell zwischen Atletico Madrid und dem FC Bayern gerät Atletico-Boss Enrique Cerezo ins Schwärmen – vor allem über Thomas Müller.
München/Madrid – Wenn der FC Bayern München in der Champions League auf Atletico Madrid trifft (alle TV-Infos hier), knistert es auf europäischer Bühne. Doch noch vor dem Anpfiff schlägt Atletico-Präsident Enrique Cerezo überraschend herzliche Töne an. In einem Interview mit der Sport Bild verriet der 78-jährige Vereinsboss der „Colchoneros“, welche deutschen Fußballer er in seiner langen Amtszeit am liebsten im rot-weißen Trikot gesehen hätte – und nannte dabei zwei der größten Ikonen des deutschen Rekordmeisters.
„Es gab zwei Spieler, die ich neben Franz Beckenbauer noch gerne gehabt hätte: Gerd und Thomas Müller. Alle waren ebenfalls fantastisch“, schwärmte Cerezo im Gespräch. Während der „Kaiser“ und der „Bomber der Nation“ bereits Legendenstatus in den Geschichtsbüchern genießen, ist Thomas Müller für Cerezo ein herausragender Ausnahmespieler, den er nur zu gerne in Madrid begrüßt hätte.
Deutsche Profis haben bei Atletico Madrid absoluten Seltenheitswert. Wie Cerezo betonte, liefen in der langen Vereinshistorie der Spanier bislang überhaupt erst zwei deutsche Spieler für die erste Mannschaft auf: Bernd Schuster (1990 bis 1993) und Mirko Votava (1982 bis 1985). Beim Stadtrivalen Real Madrid sah das bekanntlich ganz anders aus: Dort prägten Größen wie Günter Netzer, Paul Breitner, Bernd Schuster und aktuell DFB-Nationalspieler Antonio Rüdiger ganze Epochen.
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Die Münchner müssen vor der schweren Aufgabe in der spanischen Hauptstadt einige personelle Rückschläge verkraften. Das Duell mit Atletico kommt für den FC Bayern zur Unzeit. Neben Ausfällen in der Offensive, darunter Serge Gnabry und Ismael Saibari, muss die Mannschaft zudem die Folgen des harten BVB-Klassikers verdauen.
Dass Atletico-Präsident Cerezo trotz der sportlichen Rivalität derart respektvoll über die Bayern-Größen spricht, unterstreicht die enorme Wertschätzung für den deutschen Rekordmeister. Ob Thomas Müller auf dem Rasen im Metropolitano erneut für spielentscheidende Momente sorgt, wird sich im direkten Schlagabtausch zeigen. (fpt)